Die SG Hemsbach setzt auf ihre Jungs
Trainer Luciano Monachello hofft mit verjüngtem Kader auf eine stabile Saison. Tipps gibt es auch von Hanno Balitsch
Die Erinnerungen an die vergangene Saison will man bei der SG Hemsbach lieber schnell zu den Akten legen. Nach der Hinrunde stand die Mannschaft von Trainer Luciano Monachello gerade mal einen Zähler vorm Abstiegsrelegationsplatz. Auch in der Rückrunde hakte es gewaltig, erst mit vier Siegen aus den letzten sechs Spielen rettete Hemsbach den Verbleib in der A-Klasse.
Mit Monachello selbst, dem inzwischen in den selbst gewählten Ruhestand verabschiedeten Frank Gassner und Vincenzo Terrazzino mussten immer wieder die Routiniers ran. Und ohne Unterstützung der A-Jugendlichen wäre es eng geworden mit dem Klassenerhalt. „Sie hatten großen Anteil daran, dass wir unser Ziel erreicht haben. Und auch aktuell geben sie richtig Gas.“
Die SG Hemsbach in der A-klasse 2024/25
Der Kader: Tor: Sasha Zimmermann, Julian Manitz, Marlon Seyfarth; Abwehr: Luca Giegrich, Dario Pascarella, Vincenzo Terrazzino, Jan Röller, Aleksandar Ristov, Lukas Stadlmüller, Julien Oehmann, Mohamed Amallah, Jonas Rettig; Mittelfeld: Marcel Reich, Florentin Isa, Leon Jung, Alen Bozoki, Edon Murtezi, Blend Shala; Angriff: Eren Acar, Fofana Pa Malick, Roman Magel, Luciano Monachello, Lorik Wittmann, Valon Rudi, Giacomo Domenico Maniello, Marvin Lehnert.
Zugänge: Marlon Seyfarth (SV Laudenbach), Jan Röller, Giacomo Domenico Manniello (beide TSG 1862/09 Weinheim), Mohamed Amallah (1. FC Mühlhausen), Marvin Lehnert, Alen Bozoki, Julien Oehmann, Lukas Stadlmüller (alle eigene Jugend).Abgänge
Abgänge: Jan Krombholz (SV Unter-Flockenbach III), Lukas Heine (TSG Lützelsachsen II), Frank Gassner (Karriereende), Beyhan Selvi (United Weinheim).
Trainer: Luciano Monachello (Cheftrainer seit 2022, zuvor drei Jahre Co-Trainer), Co-Trainer: Roman Magel.
Saisonziel: einstelliger Tabellenplatz.
Favoriten: ausgeglichene Liga, SC United Weinheim.
Gemeint sind Marvin Lehnert, Alen Bozoki, Julien Oehmann und Lukas Stadlmüller, die den Sprung aus dem eigenen Nachwuchs in die Aktivität wagen. Torwart Marlon Seyfarth ist als 2006 Geborener sogar noch ein Jahr jünger und dürfte sogar noch bei den A-Junioren spielen. Auf deren Förderung legt Hemsbachs Chef gesteigerten Wert. „Wir sind froh, dass sie ihren Weg mit uns gehen. Sie könnten wegen der Spielgemeinschaft ja auch für Sulzbach oder Laudenbach spielen. Also machen wir so viel nicht falsch“, sagt der Vater zweier Jungs, die selbst in Hemsbach angefangen haben. „Der eine spielt jetzt U17-Regionalliga bei Wormatia Worms, der andere im Projekt von Hanno Balitsch in Auerbach. Mit dem stehe ich in regem Kontakt, seine Ratschläge haben auch uns im Training schon geholfen. Klar merken die Jungen, dass das Aktiventraining intensiver ist. Aber da müssen sie durch. Und das wollen sie auch.“
Frischer Wind und Konkurrenzkampf
Die deutliche Verjüngung des Kaders sorgt so für frischen Wind. Und eine Konkurrenzsituation. "Trainingsleistung wird belohnt." Die Vorbereitung läuft bislang sehr durchwachsen, gleich acht Urlauber reduzieren den eigentlich komfortablen Kader deutlich. Weil Florentin Isa, der die abgelaufene Saison unwissentlich mit einem gebrochenen Mittelfuß spielte, aus privaten Gründen erst wieder im Winter einsteigen kann, Aleksandar Ristov wegen eines Bänderrisses noch Nachholbedarf hat und auch Torjäger Valon Rudi aktuell noch in Urlaub ist,sind von 26 Akteuren aktuell gerade mal 14 übrig.
Test gegen die Handballer
Die bestritten am Samstag ein Trainingsspiel gegen die Handballer des TV Hemsbach. „Ein toller Event, den wir für Hemsbach beibehalten wollen. Im Winter gehen wir dann auch mal in die Halle.“ Dass am Tag darauf dann anhand des kleinen Kaders nur ein 1:4 gegen den TSV Amicitia Viernheim heraussprang, war für Monachello zu verschmerzen. „Boris Busalt hat da ein tolles Team geformt und wir haben mithalten können.“ Das will die SG Hemsbach in diesem Jahr in der A-Klasse besser. „Wenn alle mal da sind, wir es laufen.“