Fußball

Die SG Hohensachsen patzt im Verfolgerduell

Die 0:1-Heimniederlage gegen Ladenburg tut doppelt weh. Laudenbach festigt dagegen seine gute Ausgangslage an der B-Klassen-Spitze

Gestrauchelt: Der Hohensachsener Valerio Lewandowski (links) wird hier von Ladenburgs Noe Grillo gestoppt. Im Verfolgerduell der Fußball-B-Klasse überholte der FV 03 die Bergsträßer und kletterte nun auf Platz zwei. Foto: Thomas Rittelmann
Gestrauchelt: Der Hohensachsener Valerio Lewandowski (links) wird hier von Ladenburgs Noe Grillo gestoppt. Im Verfolgerduell der Fußball-B-Klasse überholte der FV 03 die Bergsträßer und kletterte nun auf Platz zwei.

Das ist ärgerlich! Mit der 0:1-Heimniederlage gegen den bisherigen Verfolger FV 03 Ladenburg II mussten die Fußballer der SG Hohensachsen den zweiten Tabellenplatz abgeben und verpassten es zudem, den Ausrutscher von Spitzenreiter TSV Schönau zu nutzen. Der unterlag nämlich erstmals in dieser B-Klassen-Saison bei der SG Viernheim II mit 0:2. Die Gunst der Stunde nutzte Ladenburg, das Hohensachsen nach dem einzigen Tor durch Mario Heinz (34.) in der Tabelle überholte und nun erster Verfolger der Schönauer ist.

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„Schade, dass wir die Chance nicht nutzen konnten. Aber letztlich hatte Ladenburg etwas mehr vom Spiel, auch wenn sie auch keine großartigen Chancen kreieren konnten“, sagte der stellvertretende Pressewart Stefan Federmann. „Wir haben es einfach nicht geschafft, Ladenburg in die Bredouille zu bringen.“ Das 0:1 resultierte aus einem abgefälschten Flachschuss, der Heinz vor die Füße fiel und SGH-Torwart Moretti keine Abwehrchance ließ. Der kam zu einem letzten Freistoß in der Schlussminute mit nach vorn, doch auch aus diesem Standard wollte nichts Zwingendes entstehen, sodass der Gästesieg nicht unverdient war.

SG Hohensachsen: Morelli; Kuhn, Cisneros, Kippenhan. Lesny, P. Ziemlicki, Nesselhauf, Breitinger (43. O. Ziemlicki), Lewandowski, Thünker, Ziemlicki.

Der SVL bleibt dran

Der SV Laudenbach nutzte dagegen die Chance, den vierten Tabellenplatz in der B-Klasse zu festigen. Durch den 3:1-Sieg bei der SpVgg 07 Mannheim haben die Laudenbacher nur einen Zähler Rückstand auf Rang zwei, sind mit der SG Hohensachsen nach Punkten (27) gleichgezogen. Dabei standen die Vorzeichen ziemlich schlecht, am Sonntagmorgen gab es vier Absagen aus der ersten Elf und damit auch nur drei Auswechselspieler. Auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz brauchten die Gäste dann auch erst einmal Anlauf, kassierten nach 14 Minuten das 0:1. Allerdings schüttelte sich der SVL in einem niveauarmen Spiel schnell und Jannis Will markierte nur zehn Minuten später den Ausgleich.

Spielerisch ging nicht viel und erst ein Foul an Paolo Krebaum sorgte für die nächste Torchance der Gäste. Mirko Winz blieb vom Elfmeterpunkt cool und schloss zum 1:2 ab (71.). Winz war es auch, der per Konter kurz vor Schluss den 1:3-Endstand markierte.

SV Laudenbach: Baier; Büschler (45. Haberer), Lüger, Winz, Vetter, Schuchardt (89. Sritharan), Beining (13. Krebaum), Harpain, Rothenhäuser, Ehret, Will.

Nächste Klatsche für den TuS

Die wilde Fahrt des TuS 02 Weinheim in der B-Klasse geht weiter. Auch gegen den SKV Sandhofen II blieben die Gastgeber ohne Chance und kassierten ein 2:8. Schon nach elf Minuten lagen die Weinheimer 0:2 zurück. Spielertrainer Dennis Proyer sorgte mit dem 1:2 (20.) für etwas Luft, doch bereits vier Minuten später stand es wieder 1:3, gleichzeitig auch der Pausenstand. Dem folget gleich nach Wiederanpfiff das 1:4. Noch einmal verkürzte Proyer auf 2:4, doch dann fehlte den Weinheimern die Durchschlagskraft vorne und hinten die Sicherheit. Weil Torhüter Marius-Traian Pop einmal mehr beruflich verhindert war, rückte Manuel Ehret in den Kasten. „Der macht seine Sache wirklich gut, fehlt uns dann aber halt als Innenverteidiger in der Viererkette oder als Sechser im Spielaufbau“, sagt Spielleiter Armin Kohler, der für die Rückrunde aber personelle Entlastung in Aussicht hat.

TuS 02 Weinheim: Ehret; Metz, Beisel (33. Bodola), Z. Ostojic, Proyer, Sallami (80. G. Ostojic), Pulfer, Bischer, Kurtar (46. Sari), Cincato, Abubakir.

Triste Derbypleite

Eigentlich wollte Johannes Wett gar nichts sagen zu einem Spiel, das er lieber unter den Mantel des Schweigens gehüllt hätte. Ausgerechnet im Derby der Fußball-Kreisklasse B gegen den SV Schriesheim II kassierte der FV Fortuna Heddesheim III eine Heimniederlage, acht Minuten vor dem Schlusspfiff. „Das Spiel muss eigentlich 0:0 ausgehen, beide Mannschaften haben sich nicht mit Ruhm bekleckert. Für die Zuschauer war es alles andere als ein Leckerbissen“, sagte der Mann, der bei „der Dritt“ nicht nur Pressewart ist, sondern auch selbst mitspielte.

Aus einer sicheren Abwehr heraus ließen die Heddesheimer nahezu keine Gästechancen zu. Tim Werkhausen hatte stattdessen die einzige Heddesheimer Chance im ersten Durchgang, die er aber nicht nutzte. In der zweiten Hälfte eröffnete sich Lars Böhler noch einmal eine Möglichkeit in einer ereignisarmen Partie, die sich dem tristen Wetter anpasste. Stattdessen blieben die Schriesheimer eiskalt, SVS-Stürmer Rasmus Füller hinterlief den letzten Fortunen und drosch den Ball mitten aufs Tor zum 0:1 (82.) ins Netz.

FV Fortuna Heddesheim III: Diesman; Wett, K. Mildenberger (46. Jamal), Garcia, Azadeh (87. Ekinci), Heiser (46. Böhler), Stöhr, N. Mildenberger, Stronjak (72. Amoo), Lhioui, Mendel.

SV Schriesheim II: Zunker, Ullrich, Hallatschek, Lux, Höfer, Rockrohr, Knies, Gaye (72. Bär), Will (76. Idubor), Füller, Reitberger.

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für Werkhausen wegen Meckerns und Nachtretens (93.).

Rippenweier tut sich schwer

Mit den Punkten zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Der SV Rippenweier mühte sich gegen B-Klassen-Schlusslicht SpVgg Wallstadt III zu einem 1:0. Das erste Tor von Jacob Dörsam in der 9. Minute sollte auch das einzige bleiben. „Wir haben 90 Minuten in eine Richtung gespielt, hatten sicher fünf Latten- und Pfostentreffer, aber der Ball wollte einfach nicht noch einmal rein“, sagte Vorstandsmitglied Jan Tremmel. „Da war wesentlich mehr drin. Am Ende haben wir es irgendwie heimgeschaukelt. Aber die Partie stand unter dem Motto ‚Chancentod‘, das muss man schon sagen.“

SV Rippenweier: Croseck; Dörsam, Walla, Antona (83. Ferchichi), Weigold, Holdernig (28. Bickel), Qaisi, Gang, Mohammad, Kawohl, Grieb.