Fußball

Ein dicker Fisch für die TSG 1862/09 Weinheim

Der Verbandsligist präsentiert zwei weitere Zugänge für seinen künftigen Kader. Einer spielte schon einmal mit der TSG in der Oberliga, der andere wohnt in Birkenau.

Kevin da Silva Arnold (rechts) war auch schon für Eintracht Wald-Michelbach am Ball, aktuell kämpft er mit dem ASC Neuenheim um den Verbandsligaverbleib. Foto: Ernst Lotz
Kevin da Silva Arnold (rechts) war auch schon für Eintracht Wald-Michelbach am Ball, aktuell kämpft er mit dem ASC Neuenheim um den Verbandsligaverbleib.

Weinheim. Mit der Erfahrung aus 52 Oberliga-Spielen für Pfeddersheim und Mechtersheim und einem Pokalsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern soll der 24 Jahre alte Kevin da Silva Arnold die Weinheimer Defensive stärken. Das gab die TSG 1862/09 jetzt in einer Pressemitteilung bekannt.

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Kevin da Silva Arnold mit dem Teamverantwortlichen René Uhirg. Foto: Tim Eisen
Kevin da Silva Arnold mit dem Teamverantwortlichen René Uhirg.

Der vergleichsweis „dicken Fisch“ habe sich trotz mehrerer Angebote ganz bewusst für den neuen „Weinheimer Weg“ – jungen Spielern eine Plattform in einer attraktiven Herren-Liga zu geben – entschieden. Obwohl erst 24 Jahre gehört Da Silva Arnold zu den erfahrensten Akteuren im jungen Weinheimer Team des künftig neuen Trainers Marcel Hofbauer zählen. Der 1,90 Meter große Verteidiger war ab Sommer 2024 beim hessischen Gruppenligisten Eintracht Wald-Michelbach am Ball. Nach dem Rückzug der Odenwälder in der Winterpause 2024/25 ging es für den Deutsch-Brasilianer, der in Birkenau wohnt, zum badischen Verbandsligisten ASC Neuenheim, mit dem er aktuell noch um den Klassenerhalt kämpft.

Der Weg ist nicht weit

Die Nähe zu Weinheim war, neben „den sportlich und menschlich guten Gesprächen mit Marcel Hofbauer“ mit ein Grund für den Wechsel. „Durch den geringen Fahraufwand ist der Fußball super kombinierbar mit meiner Arbeit.“

Kaiserslautern geschlagen

Da Silva Arnold hat die Nachwuchsleistungszentren mehrerer arrivierter Proficlubs durchlaufen: Über den SV Waldhof Mannheim zog es ihn 2017 zum Karlsruher SC, für den er 15 Mal in der U17-Bundesliga (ein Tor) spielte. 2018 ging er für anderthalb Jahre zur U19 des Bundesligisten FC Augsburg. Einer kurzen Rückkehr an den Alsenweg folgte schließlich in Mechtersheim der Sprung in die Aktivität. Dort erlebte er auch eine ganz persönliche „Sternstunde“: Im Landespokal Südwest glückte dem TuS im Oktober 2021 vor 2.500 Zuschauern ein sensationeller 2:1-Sieg über den haushohen Favoriten 1. FC Kaiserslautern. „An Kevin hatten mehre Vereine Interesse. Es freut mich daher sehr, dass ich ihn von unserem Vorhaben überzeugen konnte, am Ende die sportliche Ausrichtung ausschlaggebend war und auf Kevins Wort Verlass ist“, betont der neue TSG-Trainer Marcel Hofbauer. Weiter sagt er: „Ich freue mich auf einen zweikampfstarken Spieler, der aber auch im Spielaufbau seine Akzente setzen wird.“

Der 24-Jährige selbst sieht sich „in einer gewissen Vorbildfunktion. Und ich bin mir meiner Verantwortung bewusst. Ich bin in einem guten Alter und möchte auch meinen Beitrag dazu leisten, die jungen Spieler bei Laune halten und mehr aus ihnen rauszuholen. Außerdem will ich ihnen bei ihrer Entwicklung im Herrenbereich weiterhelfen.“

Den personellen Umbruch bei der TSG sieht Da Silva Arnold als interessante Herausforderung. „Da mache ich mir keine Sorgen. Viele haben Weinheim nach den vielen Abgängen zwar schon abgeschrieben, aber ich denke, dass wir mit dem guten Mix aus erfahrenen Kräften und jungen, athletischen Spielern viel Spaß haben werden und die eine oder andere Mannschaften ärgern können.“

Der künftige TSG-Trainer Marcel Hofbauer mit Niklas Schneider. Foto: Tim Eisen
Der künftige TSG-Trainer Marcel Hofbauer mit Niklas Schneider.

Schneider kehrt zur TSG zurück

Bereits in der Saison 2017/18 schnürte er für den damaligen Oberligisten aus Weinheim die Fußballstiefel, ab Sommer 2025 verstärkt der 28-jährige Mittelfeldspieler Niklas Schneider die Mannschaft von Trainer Marcel Hofbauer.

Niklas Schneider gab zu Oberliga-Zeiten schon einmal ein Gastspiel in Weinheim, aktuell spielt er noch in Unter-Flockenbach. Foto: Fritz Kopetzky
Niklas Schneider gab zu Oberliga-Zeiten schon einmal ein Gastspiel in Weinheim, aktuell spielt er noch in Unter-Flockenbach.

Als „blutjunger“ Spieler wechselte Schneider im Sommer 2017 erstmals zur TSG 62/09, fußballerisch ausgebildet wurde er insbesondere im Nachwuchs der TSG Hoffenheim, des SV Waldhof sowie bei der Wormser Wormatia. Für die Wormser Zweitvertretung machte Niklas Schneider in der Saison 2016/17 auch seine ersten Spiele im Seniorenfußball, ehe er sich dem Oberliga-Aufsteiger aus Weinheim anschloss. Für die TSG um ihren damaligen Trainer Christian Schmitt absolvierte der Mittelfeldspieler rund 20 Partien im baden-württembergischen Oberhaus (ein Tor).

Schon ein Jahr Oberligaerfahrung

Nach dem Abstieg aus der Oberliga ging es für Niklas Schneider aus familiären Gründen zunächst zum Kreisligisten 1. FC Wiesloch, nach einer Saison folgte der Wechsel zum VfB Gartenstadt (Verbandsliga), ehe er sich im Winter 2019/20 dem SV Unter-Flockenbach anschloss. Mit dem SVU feierte er seitdem zwei Aufstiege in die Hessenliga, aktuell kämpfen die Südhessen noch um den Klassenerhalt.

Schneider ist mit Da Silva Arnold und Fabian Czaker, der vom Verbandsliga-Rivalen Fortuna Heddesheim in die Zweiburgenstadt wechselt, der dritte externe Zugang des künftig neu formierten Weinheimer Teams.