Handball

Ein neuer Hirschberger Handballer gewinnt Bronze in Afrika

Der S3L-Spieler Salim Hanida wird mit der marokkanischen Nationalmannschaft Dritter bei der Handball Afrika-Meisterschaft.

Salim Hanida mit der Trophäe des dritten Platzes beim Afrika Cup. Foto: privat
Salim Hanida mit der Trophäe des dritten Platzes beim Afrika Cup.

Hirschberg. Es war ein Abenteuer und ein großartiger Erfolg zugleich. Der gerade einmal 16-jährige Rückraumspieler Salmi Hanida holte mit seiner Mannschaft an der Elfenbeinküste den dritten Platz. „Am Ende auf dem Podest zu stehen und die Bronzemedaille zu bekommen war schon ein unglaubliches Erlebnis“, erzählt der Neuzugang von Handball-Oberligist Saase3Leutershausen II.

An allen Spielen beteiligt

Insgesamt waren es fünf Spiele, die die marokkanische Mannschaft bestritt und bei allen war er maßgeblich beteiligt. „Drei bis vier Tore waren immer drin“, schmunzelt er. Vor allem das erste Spiel gegen Ruanda, das gleichzeitig auch sein Länderspiel-Debüt war, lief für ihn besonders gut. Mit sieben Toren wurde er „Man of the Match“ – eine Auszeichnung, die ihn besonders freute. Mit dem dritten Platz hinter Ägypten auf Platz eins und Tunesien auf Platz zwei war sein Team sehr zufrieden.

Die marokkanische Mannschaft freute sich über Platz drei hinter Ägypten und Tunesien. Foto: privat
Die marokkanische Mannschaft freute sich über Platz drei hinter Ägypten und Tunesien.

„Wir haben uns echt gut verstanden“, betont Salim Hanida, auch wenn es zunächst etwas dauerte, bis sich die europäischen Spieler mit den afrikanischen Teamkollegen wirklich verbunden hatten. „Aber letztlich ging das schnell und es war einfach ein tolles Erlebnis“, sagt er. Die Verständigung erfolgte auf Französisch und Arabisch – beide Sprachen beherrscht er sehr gut.

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„Manchmal war es wie Wrestling“

Land und Leute haben ihn nachhaltig begeistert. „Die Elfenbeinküste ist ein Teil der Welt, wo man als Tourist nicht unbedingt hinkommt,“ betont er, dass sei sehr spannend gewesen. „Ich glaube ich habe noch nie so nette Menschen kennengelernt, alles waren so freundlich und hilfsbereit“. Er habe auch Freunde in anderen Mannschaften gefunden. „Viele Handballer kamen aus Frankreich und die haben einen ganz anderen Stil, da geht es viel spielerischer und fantasievoller zu als bei uns“, erzählt das über 1,95 Meter große Ausnahmetalent. Gegen die afrikanischen Mannschaften aus dem Süden des Kontinents ging es sehr körperlich zu. „Da wird nicht jedes Foul gepfiffen“, lacht Salim Hanida und manchmal habe sich das für ihn eher wie Wrestling angefühlt. Insgesamt war diese Reise für ihn eine großartige Erfahrung mit vielen Eindrücken, die noch lange nachwirken werde. Freundschaften, die dort geschlossen wurden, bleiben.

Mit seinen 1,95 Metern nur schwer zu stoppen: Salim Hanida beim Sprungwurf. Foto: privat
Mit seinen 1,95 Metern nur schwer zu stoppen: Salim Hanida beim Sprungwurf.

Nicht nur auf dem Handballfeld top

Salim Hanida lebt mit seiner Familie in Lorsch, sein Vater stammt aus Marokko und stellte den Kontakt zur Nationalmannschaft her. Er selbst hat die doppelte Staatsbürgerschaft, weswegen er auch für Marokko spielen konnte. Salim ist nicht nur in sportlicher Hinsicht ein Ausnahmetalent, sondern auch sehr gut in der Schule: Bereits im März 2027 wird er an einem Bensheimer Gymnasium sein Abitur machen.

Bei der S3L spielt der Linkshänder seit dieser Saison in der A-Jugend mit, er steht aber auch bei den Herren II mit auf der Platte und trainiert bei den Herren I mit. Gerade diese Durchlässigkeit der Mannschaften ist es, die ihm an der Bergstraße besonders gut gefällt. Zuvor spielte er beim TSV Pfungstadt. feh