Ein Rennen zum Vergessen für Sven Barth
Rabenschwarzer Saisonstart für den ehemaligen Weinheimer beim ADAC Prototype Cup German auf dem Lausitzring
Der gebürtige Weinheimer Sven Barth, der nach Jahren der motorsportlichen Abstinenz sein unerwartetes Debüt im „ADAC Prototype Cup Germany“ für Gebhardt Motorsport im Rahmen der DTM auf dem Lausitzring gab, hat zwar nicht viel von seinem fahrerischen Potenzial eingebüßt, aber nur sehr wenig bis kein Glück gehabt. Zusammen mit dem Nachwuchstalent, dem jungen Belgier Maxim Dirckx (20) bildet der 43-Jährige das einzige Fahrerduo, für das diese Rennserie noch komplettes Neuland war.
Beide Fahrer beherrschten zwar ohne große Saisonvorbereitung innerhalb kürzester Zeit ihr legendäres 455 PS starkes LMP3 Fahrzeug schon ganz gut, aber zu mehr als ein paar wichtigen Punkte in der erst gerade begonnenen Meisterschaft sollte es nicht reichen.
Schon Saisonstart fiel ins Wasser
Da der im April geplante Saisonstart in Spa-Francorchamps noch sprichwörtlich ins Wasser fiel, waren nun in der Lausitz sogar drei Rennen angesagt. Wider Erwarten gelang Barth auch gleich im 1. Qualifying ein beachtlicher vierter Startplatz. Teamchef Fritz Gebhardt durfte sich sogar über das Erreichen der Pole Position seines neu verpflichteten und letztjährigen Gesamtsiegers Markus Pommer freuen.
Unglaubliche Pechsträhne
Doch gleich zu Rennbeginn wurde Sven in der ersten Kurve vom Italiener Roberto Cirelli unsanft von der Strecke befördert. Nicht nur dieser Dreher kostete ihn viel Zeit, zusätzlich wurde ihm auch noch wegen eines angeblichen Grid-Positionsvergehens beim Start eine Zeitstrafe von fünf Sekunden aufgebürdet. Damit nicht genug, wurden ihm und Dirckx auch noch wegen einem zu frühen Pflicht-Boxenstopp beim Fahrerwechsel eine „Stopp-and Go“-Strafe von 30 Sekunden aufgebrummt. Nach diesem „Worst Case“ waren die neun Punkte für sen siebten Platz noch eine gute Ausbeute.
Trotz allem gute Ausbeute
Im zweiten Rennen berührte Dirckx gleich zu Beginn den Mexikaner Jaime Guzmann unglücklich, sodass der sich drehte, wie schon Sven tags zuvor, nur mit dem Unterschied, dass er dafür im Gegensatz zum Italiener Cirelli samstags, eine Drive-Through-Strafe bekam. Damit war auch das zweite Rennen für die zwei Pechvögel so gut wie gelaufen. Als dann nach dem Fahrerwechsel der Motor nicht mehr ansprang, sodass – entgegen dem Reglement – Sven angeschoben werden musste, was erneut eine Drive-Through-Strafe (Boxendurchfahrtsstrafe) zur Folge hatte, schien es nicht schlimmer kommen zu können. Weit gefehlt: am linken Hinterrad handelte man sich auch noch einen Plattfuß ein. Position sechs des nur aus acht Fahrzeugen bestehenden Fahrerfeldes brachte dennoch zusätzliche zehn Punkte.
Von der fünften Startposition aus ging es ins dritte Rennen, das endlich erstmals in normalen Bahnen verlief. Mit einem letztlich versöhnlichen fünften Platz und weiteren elf Punkten war der Abschluss einigermaßen versöhnlich. Am zweiten Wochenende im Juli werden in den holländischen Dünen von Zandvoort die Karten neu gemischt. aba