Fußball

Ein Stück harte Arbeit für die TSG 91/09 Lützelsachsen II

Der Tabellenzweite der Fußball-A-Klasse müht sich in der Schlussphase zum Derbysieg über den SV Schriesheim

Tolga Abaza, hier rechts im Zweikampf mit Schriesheims Florian Greiser, war an allen drei Toren der TSG 91/09 Lützelsachsen beim hart erkämpften Derbysieg in der A-Klasse beteiligt. Foto: Katrin Oeldorf
Tolga Abaza, hier rechts im Zweikampf mit Schriesheims Florian Greiser, war an allen drei Toren der TSG 91/09 Lützelsachsen beim hart erkämpften Derbysieg in der A-Klasse beteiligt.

Irgendwann hatte Oliver Kratzer, Pressewart der TSG 91/09 Lützelsachsen II, aufgehört, sich Notizen zum Spiel zu machen. Alles sah danach aus, als könnte die Heimelf im Derby der Fußball-Kreisklasse A gegen den SV Schriesheim noch ewig weiterspielen, ohne zu Toren zu kommen. Dass die Jungs von Trainer Enrique Cazorla doch noch feiern durften, könnte unter dem Motto „Glück des Tüchtigen“ stehen. Oder aber eben als Sieg der Moral, die die vor allem in der Defensive arg gebeutelte TSG 91/09, immer wieder zum Erfolg bringt.

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Von den ohnehin nur noch drei fitten Defensivspielern war auch noch Lukas Gruber in der letzten Aktion des Abschlusstrainings umgeknickt, konnte gegen den SVS nicht auflaufen. Weil auch Marius Matter erst am Spieltag aus dem Urlaub zurückkam, reichte es für diesen nur zu einer Einwechslung. Mit Semih Karaorman und Jan Kuchenbecker standen also ein Stürmer und ein Mittelfeldmann neben Marcel Ligendza im Abwehrzentrum. „Und die haben ihre Sache richtig richtig gut gemacht“, sah Kratzer eine starke Vorstellung der Aushilfs-Ausputzer.

Allerdings wollte den Saasemern vorne nichts gelingen. Kratzer sah ein Spiel auf ein Tor, aber der letzte Pass habe immer gefehlt. Und weil aus dem Spiel heraus nichts gelingen wollte, musste ein Freistoß aus 25 Metern für die Lützelsachsener Führung herhalten: Tolga Abaza traf in der 64. Minute zum erlösenden 1:0 in den Winkel. Darauf reagierte die letzt stärker aufkommenden Gäste, die TSG-Abwehrreihe wirkte nicht mehr ganz so sicher, die Wechsel griffen zunächst nicht. Die Gäste kamen in der 84. Minute noch zum 1:1 des eingewechselten Omar Gaye. Doch Lützelsachsen steckte nicht auf, einen von Abaza getretenen Freistoß verwandelte Senan Celik zum 2:1 (87.), dem erneut Abaza, wiederum per abgefälschtem Standard in der Nachspielzeit sogar noch den 3:1-Endstand folgen ließ.