Tischtennis

Eine gefühlte Niederlage für den TTC 46 Weinheim

Die TTC-Frauen geben eine 5:0-Führung gegen Kolbermoor noch aus der Hand und warten noch immer auf den ersten Saisonsieg in der Bundesliga

Trotz Trainingsrückstand setzte sich Bruna Takahashi gegen die amtierende Europameisterin Hana Arapovic durch. Zum ersten Sieg in der 1. Bundesliga reichte es dem TTC 46 Weinheim trotzdem nicht. Foto: Thomas Rittelmann
Trotz Trainingsrückstand setzte sich Bruna Takahashi gegen die amtierende Europameisterin Hana Arapovic durch. Zum ersten Sieg in der 1. Bundesliga reichte es dem TTC 46 Weinheim trotzdem nicht.

Eine Begegnung mit zwei unterschiedlichen Hälften: Aus einer 5:0-Führung des TTC 46 Weinheim wurde gestern noch ein 5:5, und entsprechend gedrückt war die Stimmung in der Sporthalle des Heisenberg-Gymnasiums. Es wurde also wieder nichts mit dem ersten Sieg dieser Bundesliga-Saison.

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Gegen Kolbermoor konnte Weinheim in Bestbesetzung antreten. Spitzenspielerin Bruna Takahashi hatte sich nach ihren Schulterproblemen wieder fit gemeldet, auch alle anderen Akteurinnen waren an Bord. Auf der Gegenseite konnte auch der SV DJK Kolbermoor aus dem Vollen schöpfen, und so erwartete man schon eine ausgeglichene Partie. Dann ging es für die Heimmannschaft aber so richtig gut los. Das schon lange eingespielte Doppel Yuan Wan/Sophia Klee setzte seine gute Serie fort und besiegte das Kolbermoorer Spitzen-Paar der Lang/Arapovic knapp mit 3:2. Eine neue Paarung gab es nebenan: Bruna Takahashi und Daria Trigolos harmonierten aber schon recht gut und hatten gegen Ghosh/Pranjkovic bei 3:1 weniger Probleme.

So stark ging es dann in den Spitzeneinzeln weiter. Bruna Takahashi merkte man den Trainingsrückstand doch noch an, als sie gegen die Europameisterin, die aus Weil nach Bayern gewechselte Hana Arapovic, nach 1:2-Satzrückstand doch noch gewann. Yuan Wan traf auf ihre frühere Mannschaftskollegin Kristin Lang, und nach dem ersten Satz mit 5:11 musste man das Schlimmste erwarten. Dann zeigte sie aber eine Glanzleistung und sicherte sich einen 3:1-Sieg. Gewohnt sicher agierte Mateja Jeger und brachte mit einem Drei-Satz-Sieg gegen Naomi Pranjkovic den fünften Zähler auf die Habenseite.

Luft ist plötzlich raus

Im Gefühl des sicheren Sieges erlahmten irgendwie das Zuschauerinteresse und die erforderliche Anfeuerung des eigenen Teams, und das 1:5 durch die 1:3-Niederlage von Sophia Klee gegen die starke Inderin Swastika Ghosh nahm man noch als Schönheitsfleck. Als dann aber Bruna Takahashi nach überlegenem ersten Satz doch gegen Kristin Lang die Segel streichen musste, und auch Yuan Wan gegen Hana Arapovic überhaupt nicht ins Spiel kam, begann das große Zittern. Das war auch bei den Spielerinnen zu spüren. Mateja Jeger lag schnell zurück, machte Hoffnung auf die Wende, aber mit Glück und Geschick brachte Swastika Ghosh ihr Team heran. Und während Sophia Klee irgendwie gelähmt schien, steigerte sich ihre Gegnerin Naomi Pranjkovic in einen Rausch und brachte das nie erwartete Unentschieden für ihren jubelnden Anhang. Betretene Mienen auf der anderen Seite: dieses Remis fühlt sich wie eine Niederlage an. hol