Tischtennis

Takahashi und Klee verlassen den TTC 1946 Weinheim

Der Weinheimer Bundesligist vollzieht notgedrungen einen personellen Umbruch. Im Gegenzug gibt es gleich drei Neuzugänge.

Mit Bruna Takahashi (Bild)und Sophia Klee verliert der Weinheimer Tischtennis-Bundesligist gleich zwei Top-Spielerinnen. Takahashi zieht es nach Frankreich, Klee spielt künftig für den Ligakonkurrenten Langstadt. Foto: Marco Schilling
Mit Bruna Takahashi (Bild)und Sophia Klee verliert der Weinheimer Tischtennis-Bundesligist gleich zwei Top-Spielerinnen. Takahashi zieht es nach Frankreich, Klee spielt künftig für den Ligakonkurrenten Langstadt.

Mit dem Play-off-Halbfinale gegen den TSV Langstadt und einem möglichen, darauf folgenden Finale stehen die Höhepunkte der Saison 2023/24 für die Damen des TTC 1946 Weinheim in der Tischtennis-Bundesliga noch bevor, da laufen die Planungen für die folgende Runde schon auf Hochtouren. Das Ergebnis: Der Kader steht.

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Beim TTC 46 wird es demnach größere Veränderungen geben, mit Spitzenspielerin Bruna Takahashi und der amtierenden deutschen Meisterin im Damen-Doppel, Sophia Klee, werden gleich zwei wichtige Stützen der Mannschaft die Zweiburgenstadt nach Rundenende verlassen – und neue Herausforderungen im In- und Ausland wahrnehmen, wie der Verein mitteilt.

Takahashi zieht's nach Frankreich

Für die Brasilianerin Takahashi, drei Jahre lang die unangefochtene Nummer eins im Team und Publikumsliebling, steht ein Wechsel nach Frankreich an. „Ihr Management möchte, dass Bruna dort gegen andere Spielerinnen antreten kann, um sich weiterzuentwickeln“, heißt es hierzu vonseiten des Vereins – für den Takahashis Abgang nicht nur sportlich ein großer Verlust ist.

Sophia Klee spielt künftig für den TSV Langstadt. Foto: Armin Schimkat
Sophia Klee spielt künftig für den TSV Langstadt.

Mit Sophia Klee wechselt eine weitere Spielerin den Club, „die immer zu 100 Prozent zuverlässig war“. Klee wünscht sich mehr Spielpraxis und möchte sich daher beim kommenden Halbfinalgegner TSV Langstadt sowohl in der Ersten als auch in der Zweiten Liga beweisen, die zweite TSV-Mannschaft ist immerhin in der zweithöchsten Liga im Einsatz.

Ece Harac kommt aus Jena

Im Gegenzug hat TTC-Manager Christian Säger drei Neuzugänge für das Bundesliga-Team verpflichten können. Ece Harac, bisher bei Ligakonkurrent Schott Jena an der Platte, soll dabei Sophia Klee ersetzen. Die 22-jährige türkische Nationalspielerin ist fest für das hintere Paarkreuz eingeplant. Beim 6:3-Heimsieg der Thüringer gegen den TTC 46 unterlag Harac gegen Yuan Wan, Mateja Jeger konnte sie anschließend aber klar bezwingen. Und auch beim Rückspiel in Weinheim war sie gegen Jeger knapp erfolgreich und sorgte mit ihrem Erfolg für den einzigen Zähler für Jena.

Der Weinheimer Neuzugang weist eine Gesamtbilanz von 8:13 auf und kommt auf 2099 QTTR-Punkte. „Ece ist eine echte Teamplayerin. Ihre Ziele mit dem TTC 46 sind, ganz vorne mit dem Team in der Liga mitzuspielen sowie unter die ersten 100 der Weltrangliste zu kommen“, teilt TTC-Pressewart Helmut Holland mit.

Gleich zwei taiwanesische Neuzugänge

Neben der talentierten Türkin kommen mit Tung-Chuan Chien und Hsien-Tzu Cheng gleich zwei taiwanesische Spielerinnen an die Bergstraße. Da immer nur eine von beiden spielen kann, werden sie im vorderen Paarkreuz versuchen, die große Lücke von Bruna Takahashi im Wechsel zu füllen.

Hsien-Tzu Cheng ist 31 Jahre alt und verfügt über reichlich Erfahrung, auch in der Tischtennis-Bundesliga. Sie kommt – quasi im Wechsel mit Klee – aus Langstadt nach Weinheim. In der laufenden Runde spielte sie für Langsadt einige Male an Position 1 und stand dabei sowohl mit Bruna Takahashi als auch mit Yuan Wan an der Platte. Einmal war sie dabei gegen Wan erfolgreich. Cheng hat eine Bilanz von 6:5 vorzuweisen, kommt auf 2179 QTTR-Punkte und belegt die Weltranglisten-Position 53. „Hoffen wir mal, dass sie nicht gerade im Halbfinal-Dell mit dem TTC 46 diese Bilanz aufbessern kann“, so Holland mit einem Augenzwinkern.

Tung-Chuan Chien ist erst 22 Jahre alt, Weinheim ist für sie die erste Auslandsstation der Karriere. Sie stand zuletzt zwar für den Bundesliga-Konkurrenten aus Böblingen auf der Meldeliste, kam dort aber noch nicht zum Einsatz. Sie wird derzeit mit 2224 QTTR-Punkten geführt, in der Weltrangliste bedeutet das den 52. Platz.

Ziel sind wieder die Play-offs

Für den Club, die verbliebenen Spielerinnen Yuan Wan, Mateja Jeger und Daria Trigolos sowie Cheftrainer Rainer Schmidt wird es spannend zu sehen sein, wie das neue Team dann zusammenfindet.

Unabhängig vom personellen Umbruch ist es das erklärte Ziel des Vereins, auch 2024/25 wieder in die Play-offs zu kommen und „den hoffentlich wieder zahlreichen Zuschauern tolle Spiele zu zeigen, um den Bundesliga-Standort Weinheim zu festigen“. fran/hol