Handball

Grünes Licht für Spielgemeinschaft

Die Mitglieder der SG Leutershausen stimmen eindeutig für die Bildung einer großen Handball-Spielgemeinschaft

Der Handball-Jugendleiter Gregor Batke, der Vorsitzende der SG Leutershausen, Sven Glander sowie die Vorstandsmitglieder Klaus Welbl und Annegret Leitwein (von links) bei der Auszählung der Stimmen. Foto: Anja Treiber
Der Handball-Jugendleiter Gregor Batke, der Vorsitzende der SG Leutershausen, Sven Glander sowie die Vorstandsmitglieder Klaus Welbl und Annegret Leitwein (von links) bei der Auszählung der Stimmen.

Im Hintergrund gönnte sich ein kleiner Haufen B-Jugendlicher nach dem Training in der Heinrich-Beck-Halle einen Döner. Im Foyer kippten SGL-Vorsitzender Sven Glander und Vorstandsmitglied Klaus Welbl den Inhalt der Wahlurne auf den Tischen aus. 181 der 652 angeschriebenen erwachsenen Mitglieder der SG Leutershausen stellten sich der Frage, ob es eine Handball-Spielgemeinschaft mit TVG Großsachsen, SG Hohensachsen und TSG Lützelsachsen geben soll.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Pünktlich um 20.01 Uhr endete der letzte der drei angebotenen Abstimmungszeiträume. Als SGL-Vorsitzender Sven Glander und sein Vorstandsmitglied Klaus Welbl die Urne geleert hatte, wurde es schnell eindeutig: 157 Stimmzettel waren mit einem „Ja“ versehen, 24 stimmten dagegen. „Das ist eine klare Sache“, kommentierte Glander ob der Eindeutigkeit erleichtert. „Anfang der kommenden Woche werden wir dieses Ergebnis im Vorstand beraten.“ Die Zustimmung der Vereinsführung zu diesem Votum gilt als sicher, auch wenn sich die vier anwesenden der neun Vorstandsmitglieder mit einer Aussage bedeckt hielten – 86,7 Prozent Befürworter einer großen Handball-Spielgemeinschaft sprechen eine klare Sprache.

Welbl: „Keine Überraschung“

In dieser Deutlichkeit überraschend? „Für mich nicht. Wenn man sich beispielsweise unsere C-Jugend anschaut, die kommen von überall her. Allein am Ort können wir das schon lange nicht mehr schaffen. Dass es nur mit einer Spielgemeinschaft weitergehen kann, war eigentlich klar“, sagt Klaus Welbl. Jetzt gehe es darum, das gemeinsame Kind zum Leben zu bringen. „Letztlich streiten wir uns ja nur noch über Name und Trikotfarbe.“

Dass im Gegensatz zum TVG Großsachsen alle Mitglieder und nicht nur Handballer befragt wurden, war aus verwaltungstechnischen Gründen nicht anders machbar. Die Mitgliederkartei war oft nicht eindeutig der Handballabteilung zuzuordnen. „Und bevor wir jemanden vergessen, haben wir alle mit ins Boot genommen.“ Annegret Leitwein bewertete das sogar als positiv, weil durch die Wahl spartenfremder Mitglieder auch ein Stimmungsbild des Gesamtvereins abgebildet werde. „Sogar ein ehemaliger Judoka war da, obwohl es die Abteilung gar nicht mehr gibt.“

70 Wähler hatten bereits vorab dem gestrigen Schlusstermin am Montag und Mittwoch ihre Stimme in der SGL-Geschäftsstelle abgegeben. 111 waren es gestern. „Manchmal sind ganze Mannschaften gekommen, die gerade noch beim Straßenfest aufgebaut haben“, sagte Welbl. Dass bei 652 Anschreiben letztlich nur eine Wahlbeteiligung von 27,7 Prozent zu Buche stand, mag auch dem Umstand geschuldet gewesen sein, dass die Post für die Zustellung der Briefe und Wahlscheine teilweise über eine Woche gebraucht hatte.

Das eindeutige Ergebnis sorgt jetzt für Klarheit, auch beim neuen Jugendleiter Gregor Batke, der von Heiko Lorenz unterstützt wird. „Jetzt können wir endlich in die Planung gehen.“ Und Leitwein fügte noch an: „Das war der Startschuss.“ Die eigentliche Arbeit für die zur Saison 2024/25 geplante Spielgemeinschaft geht jetzt erst richtig los.