Handball

Heimspiele für SG Leutershausen und TVG Großsachsen

Die Hirschberger Dritt- und Oberligisten hoffen auf eine Fortsetzung ihrer Erfolgsserie. Und zwei Frauenteams wollen jeweils Platz eins verteidigen

Yessine Meddeb verletzte sich in Östringen am Sprunggelenk und wird der SGL in den beiden letzten Spielen 2023 fehlen. Foto: Marco Schilling
Yessine Meddeb verletzte sich in Östringen am Sprunggelenk und wird der SGL in den beiden letzten Spielen 2023 fehlen.

Die SG Leutershausen erwartet im letzten Heimspiel des Jahres am Samstagabend ab 19.30 Uhr den TSV Neuhausen/Filder in der Heinrich-Beck-Halle – und das unter sehr ungünstigen Voraussetzungen. Denn die Verletzungssorgen reißen nicht ab. Der Einsatz von Mittelmann Max Preller wird mit einem großen Fragezeichen versehen, Yessine Meddeb wird das Heimspiel und die Woche drauf in Pfullingen fehlen, nachdem er sich beim Sieg gegen die Junglöwen verletzt hat. „Im Rückraum wird es extrem eng“, sagt SGL-Coach Thorsten Schmid. Die Hauptlast wird wohl auf Kevin Bitz und Sven Schreiber liegen, die bereits vergangene Woche an ihre Belastungsgrenze gegangen sind.

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Zurück im Mannschaftstraining

Doch es gibt auch gute Nachrichten aus dem Heisemer Lazarett: Die Langzeitverletzten Luca Mastrocola und Tim Götz machen Fortschritte. „Beide haben die ersten Schritte im Mannschaftstraining absolviert und stehen uns hoffentlich im neuen Jahr zur Verfügung“, freut sich Schmid. Ein Grund mehr für die SGL und die Fans, das Jahr 2023 positiv ausklingen zu lassen – bestenfalls mit Punkten. Dazu muss der Personalmisere getrotzt werden, wie schon in den letzten Wochen. Schmid: „Gegen einen Gegner wie Neuhausen/Filder wird das ein Ritt auf der Rasierklinge.“

Die Gäste stehen in der Tabelle zwar in der unteren Hälfte, sind allerdings ein eingespieltes Team, das „in der Konstellation seit vielen Jahren zusammenspielt mit den Leistungsträgern.“ Mit Christoph Foth ist ein bundesligaerfahrener Mann zum Kader gestoßen, der mit Timo Durst zudem über „einen überragenden Spieler der Liga auf der Mitte. Er ist extrem torgefährlich und lenkt das Spiel sehr gut.“

Ritt auf der Rasierklinge

Die Stärken der Gäste liegen in der Abwehr und im Umschaltspiel. „Sie versuchen, den Gegner früh unter Druck zu setzen. Jeder Ballgewinn kann im Gegenstoß enden“, erklärt der Heisemer Trainer. Für die SG Leutershausen wird es deshalb ein kräftezehrendes Spiel. „Wir müssen die nötige Laufbereitschaft an den Tag legen, aber auch die nötige Geduld, um die Abwehr auszuhebeln. Außerdem brauchen wir eine gute Rückwärtsbewegung.“

Keine leichte Aufgabe kurz vor dem Fest für den Tabellenvierten von der Bergstraße, der auf zahlreiche Zuschauer und lautstarke Unterstützung seitens der treuen Fans hofft. „Es ist wichtig für die Mannschaft. Gerade in Phasen, in denen es nicht läuft oder die Kräfte nachlassen. Dann brauchen wir den Push von außen.“ Was in den letzten Wochen geholfen hat, soll auch am Wochenende wieder helfen, „um an die Grenzen und darüber hinaus zu gehen. Das wird ein Kraftakt für alle.“

Dieser Kraftakt startet um 19.30 Uhr in der Heinrich-Beck-Halle und wird nach dem Spiel hoffentlich mit zwei Punkten sowie einer besinnlichen Stimmung in familiärer Runde ausklingen – wie man es in Leutershausen kennt.

TVG will fünften Sieg in Folge

Vor sechs Wochen stand Großsachsen mit 2:10 Punkten mit dem Rücken zur Wand. Trotzdem hatte der TVG die Aufstiegsrunde auch zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz abgeschrieben – Voraussetzung: vier Siege in Folge. Und das klappte: Platz vier scheint nun tatsächlich wieder in Reichweite. Um dorthin zu kommen, heißt es aber auch weiterhin: „Verlieren verboten“!

Alexander Leibnitz hofft mit dem TVG „im Flow“ zu bleiben. Foto: Gian-Luca Heiser
Alexander Leibnitz hofft mit dem TVG „im Flow“ zu bleiben.

Am Samstag um 20 Uhr kommt nun nicht gerade ein Lieblingsgegner in die Sachsenhalle. Der TV Plochingen ist mit einem Punktekonto von 16:6 nicht nur Tabellenzweiter, nein gegen die Schwaben konnte der TVG, in fünf Partien, noch nie punkten. Das Hinspiel gehörte zu diesen bitteren Ein-Tore-Niederlagen, die das Team von Trainer Stefan Pohl zu Beginn der Saison verdauen musste. Saase hatte damals mindestens einen Punkt verdient, kassierte aber mit dem Schlusspfiff den bitteren Treffer zur Niederlage. Das soll morgen alles anders werden.

Zahn: „Kleinigkeiten entscheiden“

„Wir müssen alles in die Waagschale werfen, damit wir die Punkte in Großsachsen behalten. Ich hoffe, dass durch die letzten Leistungen auch wieder viele Zuschauer in die Sachsenhalle kommen und uns nach vorne pushen. Die Mannschaft will den Sieg, um sich weiter die Option auf Platz vier offen zu halten. Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe bei der Kleinigkeiten entscheiden werden“, sagt der Sportliche Leiter Thomas Zahn. Die Bilanz und der Tabellenstand sprechen klar für den TV Plochingen. Der wird zudem auch ziemlich „angespitzt“ anreisen, denn am vergangenen Wochenende kassierte der TV völlig überraschend eine 26:32-(8:16)-Pleite in Söflingen und musste den Platz an der Sonne an die HG Oftersheim/Schwetzingen abgeben.

Dieses Ergebnis zeigt aber auch, wie nah alle Mannschaften in dieser Liga zusammenliegen. Auch Großsachsen tat sich beim Tabellenletzten aus Deizisau sehr schwer, drehte aber mit Moral und Geschick das Spiel kurz vor dem Ende noch.

Tabellenführung verteidigen

Zwei Spieltage warten auf die Handballer in diesem Jahr noch, bevor es in die Weihnachts- und Weltmeisterschaftspause gehen wird. Frühestens am 20. Januar geht es in den Amateurligen weiter. Und da wollen auch die Teams von der Bergstraße so gut wie möglich überwintern. Sogar optimal könnten das die Handballerinnen der HSG Weinheim/Oberflockenbach – nämlich als Verbandsliga-Spitzenreiter. Am Samstag um 17 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Jürgen Al-Shawani auch im Heimspiel gegen den TV Schriesheim Favorit und will die Vorrunde auf Platz eins abschließen.

Lena Amann und die HSG Weinheim/Oberflockenbach wollen die Verbandsliga-Spitze verteidigen, die HG Saase hofft in Leimen auf Punkte. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Lena Amann und die HSG Weinheim/Oberflockenbach wollen die Verbandsliga-Spitze verteidigen, die HG Saase hofft in Leimen auf Punkte.

Die HG Saase will ihre gute Leistung aus dem Derby gegen Weinheim am Sonntag beim punktgleichen TSV Rintheim II wiederholen und sich dafür dann auch mit Punkten belohnen. Die Verbandsliga-Herren des TVG Großsachsen II haben am Samstag ab 17.30 Uhr ein wichtiges Heimspiel vor der Brust. Gegen Schlusslicht HSG St. Leon/Reilingen II muss der TVG im Kampf um den Ligaverbleib gewinnen.

Um den Ligaverbleib geht es auch für die Badenliga-Handballer des TSV Birkenau, die nach dem wichtigen Heimsieg gegen Oftersheim/Schwetzingen am Samstag ab 19 Uhr bei der TSG Wiesloch bestehen müssen. Eine hohe Hürde für das Team von Trainer Timo Baumann. Wiedergutmachung will die SG Heddesheim betreiben, die das Spitzenspiel gegen Hardheim und die Tabellenführung verlor. Ob das am Sonntag ab 17.30 Uhr ausgerechnet beim ohne Harz spielenden Schlusslicht Friedrichsfeld klappen wird?

Auch Birkenau will oben bleiben

Klarer Favorit sind die verlustpunktfrei auf Platz eins stehenden Badenliga-Frauen des TSV Birkenau am Sonntag ab 15.30 Uhr beim Vorletzten HG Königshofen/Sachsenflur. Die aufstrebende SG Heddesheim rechnet sich in Leimen ebenfalls Chancen aus. tb/hm/AT