Leichtathletik

Julius Ott gewinnt DM-Bronze

Der Weinheimer golt DM-Bronze in Oberstdorf. In dieser Form ist ein Kandidat für die Weltmeisterschaft.

Der Mann in den Bergen: Julius Ott gewann Bronze bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften. Er darf sich berechtigte Hoffnung auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft im September machen. Foto: Ott
Der Mann in den Bergen: Julius Ott gewann Bronze bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften. Er darf sich berechtigte Hoffnung auf eine Nominierung für die Weltmeisterschaft im September machen.

Oberstdorf. Das 2224 Meter hohe Nebelhorn bei Oberstdorf war Austragungsort der Deutschen Berglaufmeisterschaften. Wer dachte, in den Bergen wäre es kühler als in der Ebene, sah sich getäuscht: Grenzwertige Temperaturen bei 1480 Höhenmetern auf 9,5 Kilometern Laufstrecke verlangten den beiden TSG-Athleten Julius Ott (Hauptklasse) und Günter König (M 55) alles ab.

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Je steiler, desto besser, wünscht sich Ott das Profil, sodass der in Graz Studierende aus einem perfekten Umfeld heraus antreten konnte. König wiederum fährt in den Schwarzwald, der keine vergleichbaren Herausforderungen bietet.

Im erweiterten Favoritenkreis gehandelt, setzte sich Ott gleich in der Spitzengruppe fest und ließ sich auch von Steigungen von 20 Prozent nicht beeindrucken. Nach 1:02,40 Stunden sicherte er sich DM-Bronze und war sichtlich zufrieden: „Ich konnte mein Leistungsvermögen abrufen und hoffe auf eine Nominierung für die WM in den spanischen Pyrenäen Ende September.“ Es ist davon auszugehen, dass der Deutsche Berglaufmeister 2022 und WM- Teilnehmer 2023 erneut für Deutschland antreten wird.

Ohne alpine Erfahrung angereist, konnte Günter König wertvolle Eindrücke mitnehmen. „Im Hochgebirge zählt die Beinkraft mehr, als die pure Ausdauer,“ will der Orthopäde mehr in Athletik investieren. Mit 1:22,20 Stunden war er als Neunter der Klasse M 55 durchaus gut platziert und fünf Minuten von den Podestplätzen entfernt, die er mit höherer Beinkraft erreichen will.

Triendl Süddeutsche Meisterin

Bei den Süddeutschen Meisterschaften im saarländischen St. Wendel konnte die für die TSG 1862 Weinheim startende Lea Triendl ihre aufsteigende Form eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mit 12,49 Metern sicherte sie sich im Dreisprung mit deutlichem Vorsprung den Titel. Bei der U20 kam Leonard Scheibitz über 100 m nach guten 11,53 Sekunden im Vorlauf in den Zwischenlauf, wo die Uhren bei Windstille bei 11,61 stehen blieben.

Hitzebedingt zeigte das Hochsprungfeld der U20 keine gute Leistung, was auch für Sophie Löskow galt. Ohne die nötige Sprungkraft kam sie auf 1,60 m und wurde Zehnte. TG