Fußball

Kreisliga: TSG 91/09 bleibt Zweiter, FVL kassiert halbes Dutzend

Lützelsachsen trotzt Plankstadt – und einigen strittigen Schiedsrichter-Entscheidungen. Leutershausen macht bei der 4:6-Pleite in Neckarau zu viele Fehler.

Maximilian Amin-Salehi (links) behielt mit der TSG die Oberhand. Foto: Ernst Lotz
Maximilian Amin-Salehi (links) behielt mit der TSG die Oberhand.

Es war ein Arbeitssieg für die TSG 91/09 Lützelsachsen. Das 2:1 gegen die TSG Eintracht Plankstadt bedeutete den dritten Sieg im vierten Spiel nach der Winterpause und die Verteidigung von Platz zwei, der nach wie vor hart umkämpft ist. Und: Gäbe es den Videoschiedsrichter auch in der Kreisliga, hätten sich die Gastgeber einiges an Nervenabrieb ersparen können.

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Bereits in der 6. Minute zappelte die Kugel im Netz, als Timo Sattler das Leder aus kurzer Distanz über die Linie drückte. „Ich habe mir die Bilder hinterher noch einmal angeschaut, aber da lag keine Abseitsposition vor“, widersprach TSG-Abteilungsleiter Gültekin Isci im Nachgang dem Schiedsrichtergespann, das den Treffer annullierte.

Dann bot sich bis Mitte des ersten Durchgangs Leerlauf, ehe die Gäste, die körperbetont auftraten und damit der Heimelf den Schneid abzukaufen versuchten, in Führung gingen. Maximilian Geiß köpfte eine Freistoßflanke zum 0:1 ein (28.).

Lützelsachsen schüttelte sich kurz und gab noch vor dem Seitenwechsel die richtige Antwort. David Wehner schickte Fabio Nagy mit einem langen Ball auf die Reise und der 31-Jährige besorgte mit einem Heber den Rest – 1:1 (39.). Auch nach dem Seitenwechsel gaben die Unparteiischen eine unglückliche Figur ab, als es zunächst Elfmeter für Lützelsachsen hieß, dieser aber wenig später wieder zurückgenommen wurde (47.). „Solche Entscheidungen tun dem Spiel einfach nicht gut“, haderte Isci.

Seine Mannschaft ließ sich dennoch nicht beirren und schaltete in den zweiten 45 Minuten nochmals einen Gang nach oben. Nach dem Schreckmoment durch Max Hilkes Lattenknaller (50.) besorgte Alessandro Carocci mit schöner Direktabnahme nach Freistoß von Tobias Malchow das 2:1 (62.). Danach warf Plankstadt alles nach vorne, doch Lützelsachsen fuhr den Sieg nach Hause.

TSG 91/09 Lützelsachsen: Müller; Sattler (80. Mandel), Wehner, Malchow (80. Rech), Baumann (60. Hruschka), Schneider, Spahn, Nagy (66. Arim), Carocci (86. Schillinger), Amin-Salehi, Wetzel.

Tore: 0:1 Geiß (28.), 1:1 Nagy (39.), 2:1 Carocci (62.).

Marcel Fischer ist bedient

Keine Punkte brachte der FV Leutershausen vom Auswärtsspiel der Fußball-Kreisliga beim TSV Neckarau mit. FV-Spielleiter Marcel Fischer rang nach der 4:6-Niederlage nach Worten, fand aber auch keine Erklärung für den Auftritt seines Teams beim munteren Scheibenschießen. „In der Defensive war das heute Totalversagen. Ich habe es selten gesehen, dass wir so viele individuelle Fehler gemacht haben“, erklärte Fischer. „Man darf hier keine sechs Gegentore bekommen und schon gar nicht auf diese Art und Weise, wie wir sie kassiert haben.“

Tatsächlich fand der lethargische Auftritt der Hirschberger seinen Niederschlag in den beiden Treffern von Marc Reinfelder (2., 10.) zur schnellen 2:0-Führung der Gastgeber. Mit einem direkt verwandelten Freistoß verkürzte Max Stephan auf 2:1 (15.). Danach war Leutershausen am Drücker und nah am Ausgleich. Knackpunkt war hier vielleicht die Doppelchance von Georges N’Soukpoe, der dabei einmal Aluminium traf.

Dann aber ging alles schnell, der FV legte die Gegentreffer drei und vier von Alessandro Scalia (35.) und Sandro Egner (40.) quasi selbst auf. Daniel Wiegand hielt sein Team mit dem 4:2-Anschlusstreffer (42.) am Leben. „Da habe ich gedacht, dass noch etwas drin sein muss, denn Neckarau hatte jetzt nicht die überragenden Einzelspieler“, so Fischer. Sabri Dalman bestätigte die Einschätzung und besorgte das 3:4 (55.). Doch dann war es ein Torwartfehler von Ömer Ilhan und Sandro Egner versetzte mit dem 5:3 dem FVL den Genickbruch. Zwar verkürzte Nicolas Merkel noch einmal (76.), in der Nachspielzeit beseitigte Luc Reinfelder mit dem 6:4 aber die letzten Zweifel (90.+4).

FV Leutershausen: Ilhan; Stempel, Merkel, Matthes, Stephan (68. Dellbrügge), Dalman, Wiegand, Yumuk (46. Catic), Dabla (79. Fath), Meier-Küster, N’Soukpoe.

Tore: 1:0, 2:0 M. Reinfelder (2., 10.), 2:1 Stephan (15.), 3:1 Scalia (35.), 4:1 Egner (40.), 4:2 Wiegand (42.), 4:3 Dalman (55.), 5:3 Egner (73.), 5:4 Merkel (76., Foulelfmeter), 6:4 L.Reinfelder (90.+4).