Stepptanz

Medaillenregen für die Hemsbacher Penguin Tappers

Die Tanzabteilung des TV Hemsbach feiert sagenhafte elf Titel, fünf zweite sowie zwei dritte Plätze bei den Deutschen Meisterschaften in Wilhelmshaven.

Riesenjubel bei den Trainerinnen der Penguin Tappers. Ihre Tänzerinnen haben die meisten  Pokale abgeräumt. Foto: Hardy Soedradjat
Riesenjubel bei den Trainerinnen der Penguin Tappers. Ihre Tänzerinnen haben die meisten Pokale abgeräumt.

Die weite Reise in den Norden Deutschlands mit zwei Übernachtungen in der Jugendherberge von Jever hat sich für die Hemsbacher Penguin Tappers gelohnt: In 14 Kategorien waren die insgesamt 136 Penguins bei den Deutschen Stepptanzmeisterschaften in Wilhelmshaven gemeldet – elf Mal standen sie ganz oben auf dem Treppchen. Zudem gab es fünf Vizemeisterschaften sowie zwei dritte Plätze.

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„Das bedeutet für uns einen neuen Titelrekord und ist unserer herausragenden Teamgesamtleistung von insgesamt 20 Trainerinnen zu verdanken.“ (Jana Matz, Sportliche Leiterin der Penguin Tappers)

„Das bedeutet für uns einen neuen Titelrekord und ist unserer herausragenden Teamgesamtleistung von insgesamt 20 Trainerinnen zu verdanken“, sagte die Sportliche Leiterin Jana Matz. Auch der große Wanderpokal für das beste Team bei der Deutschen Meisterschaft wurde zum fünften Mal an die Penguin Tappers verliehen.

Lob für Atmosphäre und Organisation

„Wir sind hier gerne Gast und fühlten uns in der Nordfrostarena sehr gut aufgehoben“, lobte Matz auch die Atmosphäre in der Halle sowie die Organisation der Titelkämpfe durch die Tanzschule Dunse um die Leiterin Marcha Dunse. Dass am Ende für die Penguin Tappers alle Wünsche in Erfüllung gegangen sind, beweist einmal mehr, welch herausragende Trainerleistungen in der Tanzsportabteilung des TV Hemsbach zu finden sind.

Gleichwohl war es nicht einfach für die Trainerinnen für den vergleichsweise frühen Termin Mitte Juni in gerade einmal knapp fünf Monaten neue Choreografien einzustudieren. Denn normalerweise hatten sie hierfür bisher neun Monate Zeit. Die Tappers mussten also viel Energie aufwenden, um am Ende diese grandiosen Titel und Platzierungen zu ertanzen.

Vorbereitung zahlt sich aus

„Wichtig war für uns, dass wir zuvor anstelle der normalen Generalprobe, einen Jurywertungstag einführten, um nach diesem Event, die vielen kleinen Schwächen noch vor der Meisterschaft zu verbessern“, analysierte Matz. Und es war toll zu sehen, mit welcher Leidenschaft, herausragender Technik und perfekter Ausstrahlung alle Hemsbacher Teilnehmer ihre kleinen und großen Geschichten mal lustig, mal dramatisch, aber immer hochklassig versteppten. Schon allein deshalb war es kein Wunder, dass sie den Löwenanteil an Titeln mit an die Bergstraße nahmen.

Alle dürfen jetzt auch zur WM

Zudem haben sich alle Teilnehmer für die Weltmeisterschaft vom 25. bis 29. September in Riesa qualifiziert. Nach den Ergebnissen aus Wilhelmshaven darf man getrost auch dort auf einen vorderen Platz hoffen.

Angesichts der Erfolge steht überdies außer Frage: Die Penguin Tappers haben sich trotz der Corona Pause weiterentwickelt. Platzierungen beziehungsweise Meisterschaften bei den Kids und Junioren Solis und Duos, sowie bei den Small Groups (bis sieben Teilnehmer) wurden belohnt. Bei den Junioren Small Groups belegten die Tappers mit ihren drei gemeldeten Gruppen unter sieben Konkurrenten gar die ersten drei Plätze. Das gab es bisher noch nie bei einer Deutschen Meisterschaft.

Wertungsgericht filmt die Kür

Und auch bei den offenen Wertungen der Jury, sowohl bei den Junioren als auch bei den Erwachsenen, gab es viele Einser. Herausragend waren dabei die sieben Einser in der Königsklasse der HK1-Formation für die perfekte Aufführung der Kür „Raves“ (Die Raben), was Kostüme, Ausdruck und die toll gesteppten Bilder, sowie die Übergänge mit glänzender Technik betraf. Bezeichnend: Beim Siegertanz am Ende filmte sogar das gesamte Wertungsgericht die Kür der Tappers mit seinen Smartphones. Ein größeres Kompliment kann es nicht geben.

Nele Matz holt vier Mal Gold

Weitere Höhepunkte des Wochenendes: Die überglückliche neue Trainerin der ersten Formation, Jenny Knauer, hat ihre erste Meisterschaftskür mit Bravour bestanden. Die zehn Jahre alte Nele Matz feierte in Wilhelmshaven nicht nur ihren ersten Meistertitel im Solo, sondern wurde im Duo mit Johanna Kocev sowie mit der Small Group und der Kidsformation ebenfalls Deutsche Meisterin. Und: Die Formationen bleiben die absolute Stärke der Tappers. Zum zweiten Mal in Folge gewannen sie alle Formationen.

Die erst zehn Jahre alte Nele Matz feierte gleich vier Meistertitel. Foto: Hardy Soedradjat
Die erst zehn Jahre alte Nele Matz feierte gleich vier Meistertitel.

Die neuen Abteilungsleiter der Tappers, Luisa Herget und Markus Schäfer, erlebten erstmals die 150-köpfige Truppe bei einer Meisterschaft. Sie waren sprachlos und stolz in so einer neuen Rolle zu sein. Hmesbach, die Hochburg des deutschen Stepptanzes hat wieder alle überzeugt.