Handball

S3L-Kampf wird nicht belohnt

Nach der empfindlichen Heimniederlage gegen Pfullingen verlieren die Bergsträßer auch in Würzburg. Die zweite Mannschaft setzt ihre gute Serie fort

Jakob Leun, auf diesem Bild im letzten Heimspiel gegen Pfullingen, traf zwar siebenmal. Am Ende fehlten S3L aber in Würzburg die Alternativen im Rückraum. Foto: Daniel Schmitt
Jakob Leun, auf diesem Bild im letzten Heimspiel gegen Pfullingen, traf zwar siebenmal. Am Ende fehlten S3L aber in Würzburg die Alternativen im Rückraum.

Würzburg. Es will einfach keine Konstanz kommen in diese Drittliga-Saison bei Saase3Leutershausen.Es bleibt ein einem Auf und Ab. Da war das knappe 25:26 bei den Wölfen Würzburg keine Ausnahme. Das ist eine Niederlage, die besonders schmerzt, hatten es die Bergsträßer Handballer doch über weite Strecken in der Hand, diese wichtigen Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Mit zwei Toren Vorsprung ging die S3L in die Pause, in der ersten Halbzeit konnte sich das Team gut gegen die starken Wölfe behaupten. Mit einem Treffer durch Stefan Salger in der 25. Minute gingen die Bergsträßer in Führung. Trotz einer unmittelbaren Zeitstrafe, ebenfalls gegen Stefan Salger, behielten sie die Nerven; Niklas Krämer setzte in den letzten Sekunden mit einem Tor ein deutliches Signal und mit 12:10 ging es in die Pause in einer bis dahin sehr ausgeglichenen Partie. Zunächst kamen die Gäste auch gut aus der Pause, das Spiel blieb ausgeglichen, bis zur 39. Minute blieb die S3L in knapper Führung. Dann kippte die Partie und die Wölfe zogen etwas davon. Trainer Florian Taafel versuchte, mit zwei Auszeiten etwas Boden zu gewinnen, nach der zweiten Auszeit kam die S3L auch wieder ran, doch auf den letzten Metern ließen die Wölfe nichts mehr anbrennen. Da konnte auch ein Tor von Jakob Leun in den letzten Sekunden nichts mehr ändern.

Taafel trauert Punkt hinterher

„Ein Unentschieden wäre echt verdient gewesen“, resümierte Florian Taafel, die Mannschaft habe eindrucksvoll gekämpft. „Das war wirklich vorbildlich, was die Jungs da abgeliefert haben.“ Man habe trotz eines dezimierten Kaders gegen eine sehr starke Mannschaft sehr engagiert gespielt. Lobende Worte fand der Trainer vor allem für Jakob Leun, der sieben Treffer gelandet hatte. Auch Sebastian Ullrich bewies sich mit 13 Paraden erneut als zuverlässige Bank im Tor. „Leider haben wir drei Siebenmeter verworfen“, räumt der Coach ein, zwei davon in den letzten fünf Minuten. „Wenn die drin gewesen wären, hätte das anders ausgesehen.“ Dennoch war er mit der Leistung seiner Jungs sehr zufrieden. „Wir haben ganz viel investiert, aber ohne Sven Schreiber, Tim Götz und Kevin Bitz ist es eindeutig schwieriger.“ Der Trainer hofft, dass zumindest Sven Schreiber nach seiner Sprunggelenkverletzung im nächsten Spiel dabei sein wird.

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In der Tabelle der 3. Handball-Liga Staffel Süd bleibt die S3L auf dem 11. Platz (23:27). Die Wölfe Würzburg verbesserten sich und liegen auf dem dritten Tabellenplatz (32:18). Die S3L spielt nach einer kurzen Osterpause erneut auswärts gegen den TV Erlangen-Bruck, das Spiel wurde auf den 11. April verlegt, Anwurf in der Karl-Heinz-Hiersemann Halle in Erlangen ist um 18 Uhr. Zum nächsten Heimspiel am 18. April erwarten die Bergsträßer Handballer Balingen-Weilstetten, Anwurf in der Heinrich-Beck Halle ist um 19:30 Uhr.

S3L Handball: Ullrich, Luba; Gutsche (4), Salger (6), Sorda, Krämer (2), Schwarzer, Schetters, Leun (7), Bauer (1), L. Keller (1), Preller (2), Kessler (2).

S3L II klettert auf Rang vier

Das Oberliga-Team von S3L Handball schwimmt weiter auf der Erfolgswelle und hat sich nach dem 41:31 (21:17) bis auf Platz vier vorgeschoben. Auch beim heimstarken TV Hardheim behielt das Team von Timo Baumann die Oberhand, überzeugte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. TVH spielt vom Anpfiff weg ein 7:6 und stellte den Gast zunächst vor Probleme. Nach dem 8:5 (13.) stellte sich S3L aber immer besser auf die Gastgeber ein. Letztmals in Führung war Hardheim beim 12:11 (19.). Von da an übernahm S3L das Kommando und ließ sich nicht mehr vom eingeschlagenen Weg abbringen. Bis zum Halbzeitpfiff warf man eine 21:17-Führung heraus.

Hardheim versuchte es nach Wiederbeginn mit einer Manndeckung gegen S3L-Regisseur Bastian Seitz, hatte damit aber nur bedingt Erfolg. Die sich nun bietenden Räume nutzten seine Nebenleute perfekt. Als Youngster Niklas Funk zum 26:37 (51.) traf, war das Spiel endgültig entschieden. S3L fuhr einen, auch in dieser Höhe verdiente, n Sieg ein und freut sich nach der einwöchigen Osterpause, auf das Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Wolfschlugen.„Ich kann mein Team für die Einstellung und Motivation einfach nur loben. Nach einer kurzen Anlaufzeit haben wir gegen das 7:6 super verteidigt. Auch die Manndeckung hat uns nicht aus dem Konzept gebracht, wir hatten immer einer Antwort parat. Sehr erfreulich war die Leistung von Niklas Funk, die mit seinem ersten Tor auch noch gekrönt wurde. Wieder konnten wir einen Spieler aus der eigenen Jugend Erfahrungen sammeln lassen. Das macht Lust auf die Zukunft“, sagt S3L Trainer Timo Baumann. feh/hm

S3L II: Schlafmann, Fuhrer, Bennefeld; Lachnitt (3), Anschütz (1), Funk (1), Ullrich (5), Knaus J.(8), Seitz (9), Spilger (1/1), Burkard (2), Knaus L. (3), Scholz (1), Grössl, Büttel (7/1).