Fußballer vor der Saison

SG Hohensachsen: Mit frischem Blut zu neuer Stärke

Nach dem Fast-Abstieg streben die Fußballer aus dem Weinheimer Stadtteil mit einem neuen Trainer und zahlreichen Nachwuchskräften ruhigere Fahrwasser an.

Zahlreiche Neuzugänge sorgen bei der SG Hohensachsen um Trainer Rafal Ziemlicki (links) und Co-Trainer Markus Hasselbring (rechts) für eine deutliche Verjüngung des Kaders, der neue Coach erhofft sich von ihnen aber auch fußballerisch eine ganze Menge. Neu dabei sind: Selim Orhan (vorne, links), Cedrik Schuhmann, Pawel Ziemlicki, Rico Nesselhauf und Nick Breitlinger sowie Torwarttrainer Klaus Breitinger (hinten, links), Philipp Müller, Clemens Jäckle, Fynn Gödecke, Florian Weiröther und Teambetreuer Andreas Bitzel. Es fehlen: Fabian Baumann, Finn Jäckle, Leif Thünker und Oliver Ziemlicki. Foto: Thomas Rittelmann
Zahlreiche Neuzugänge sorgen bei der SG Hohensachsen um Trainer Rafal Ziemlicki (links) und Co-Trainer Markus Hasselbring (rechts) für eine deutliche Verjüngung des Kaders, der neue Coach erhofft sich von ihnen aber auch fußballerisch eine ganze Menge. Neu dabei sind: Selim Orhan (vorne, links), Cedrik Schuhmann, Pawel Ziemlicki, Rico Nesselhauf und Nick Breitlinger sowie Torwarttrainer Klaus Breitinger (hinten, links), Philipp Müller, Clemens Jäckle, Fynn Gödecke, Florian Weiröther und Teambetreuer Andreas Bitzel. Es fehlen: Fabian Baumann, Finn Jäckle, Leif Thünker und Oliver Ziemlicki.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“, besagt ein englisches Sprichwort aus dem 17. Jahrhundert. In fußballerischer Hinsicht trifft die Redewendung bei Fußball-A-Klassist SG Hohensachsen wohl voll ins Schwarze.

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Denn nur wenige Tage nach dem alles entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt gegen die Reserve des VfL Kurpfalz Neckarau am 4. Juni (Endstand: 3:0) kamen die Spieler schon zur ersten Trainingseinheit unter ihrem neuen Übungsleiter Rafal Ziemlicki auf dem Sportgelände am Langewiesenweg zusammen. Getreu dem Motto: „Nach der Saison ist vor der Saison“.

30 Mann starker Kader

Und schon Mitte Juni war eine Aufbruchstimmung bei den zuvor so leidgeplagten Kickern aus dem Weinheimer Stadtteil unverkennbar. Nahezu komplett war der nun 30 Mann starke Kader zu diesem „Kennenlerntraining“ erschienen – wobei das Kennenlernen dabei nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben dürfte.

Zwar stehen stattliche 13 Neuzugänge auf der Liste von Abteilungsleiter Steffen Janke, doch handelt es sich dabei um zehn Nachwuchskräfte, die aus der eigenen A-Jugend in die Aktivität aufrücken und bereits seit der F-Jugend von Ziemlicki gecoacht wurden. Viele von ihnen hatten zudem schon unter Ziemlickis Vorgänger Sascha Harbarth A-Klassen-Luft geschnuppert. Hinzu kommen mit Clemens Jäckle und Trainerbruder Pawel Ziemlicki zwei Spieler, die nach einer Pause wieder reaktiviert wurden.

Teamgeist und Kameradschaft prägen den Verein

Will heißen: Man kennt sich schon vor Rundenbeginn bestens, ein langer Eingewöhnungsprozess ist kaum zu erwarten. Sicherlich kein Nachteil in einem Verein, in dem Werte wie Kameradschaft und Teamgeist seit jeher großgeschrieben werden – und Spieler wie Juan Cisneros sogar ihren Urlaub unterbrechen, um das Team im Abstiegskampf zu unterstützen.

Werte wie Kameradschaft und Teamgeist werden bei der SG Hohensachsen seit jeher großgeschrieben. Bestes Beispiel hierfür: die gemeinsame Abschlussfahrt nach Mallorca nach dem erfolgreichen Relegationsspiel gegen Kurpfalz Neckarau II. Foto: Gianluca Rizzo
Werte wie Kameradschaft und Teamgeist werden bei der SG Hohensachsen seit jeher großgeschrieben. Bestes Beispiel hierfür: die gemeinsame Abschlussfahrt nach Mallorca nach dem erfolgreichen Relegationsspiel gegen Kurpfalz Neckarau II.

Gleichwohl bringen die jungen Wilden reichlich frisches Blut in den Kader, der zuletzt mit Routiniers wie Ziemlicki (47 Jahre), Cisneros (39), Valerio Lewandowski (37), Imanuel Jesse (35), Sascha Harbarth (37) oder Andreas Dubil (34) ohne Frage zu den ältesten der gesamten Liga zählte.

Harbarth bleibt dem Team erhalten

Einzig Philipp Müller (vom FV Leutershausen II) fällt somit unter die Kategorie „externer Neuzugang“. Auf der Gegenseite verbuchte die SGH in der Sommerpause nur einen Abgang (Tim Hans). Auch Ziemlickis Vorgänger Sascha Harbarth, der künftig nur noch die Hohensachsener Frauenmannschaft betreut, bleibt dem Verein als Offensivspieler erhalten.

Ziemlicki, der sich fortan ausschließlich auf die Trainertätigkeit konzentrieren möchte, hat also in der neuen Runde bei der Mannschaftsausstellung die Qual der Wahl – sofern die Mannschaft im Gegensatz zur Vorsaison von gleich mehreren längerfristigen Ausfällen verschont bleibt.

„Wir haben jetzt einen guten Mix aus jungen und älteren Spielern, wobei die Jungen sich natürlich erst noch an den Herrenfußball gewöhnen müssen. Nichtsdestotrotz werden sie uns auch qualitativ voranbringen – hinten, in der Mitte und auch vorne.“ (Rafal Ziemlicki, Trainer der SG Hohensachsen)

„Der Kader macht sehr viel Mut für die neue Saison“, lautet dann auch das Fazit des sommerlichen Wechselfensters, das der Verein schon kurz nach dem ersten Training über die sozialen Medien verlauten ließ.

Das neue Trainerteam der SG Hohensachsen: Trainer Rafal Ziemlicki (links), Markus Hasselbring, Teambetreuer Andreas Bitzel und Torwarttrainer Klaus Breitinger. Foto: Thomas Rittelmann
Das neue Trainerteam der SG Hohensachsen: Trainer Rafal Ziemlicki (links), Markus Hasselbring, Teambetreuer Andreas Bitzel und Torwarttrainer Klaus Breitinger.

Rafal Ziemlicki, laut Fußball-Abteilungsleiter Steffen Janke eine „absolute Identifikationsfigur des Vereins“, hat dem nur wenig hinzuzufügen: „Wir haben jetzt einen guten Mix aus jungen und älteren Spielern, wobei die Jungen sich natürlich erst noch an den Herrenfußball gewöhnen müssen. Nichtsdestotrotz werden sie uns auch qualitativ voranbringen – hinten, in der Mitte und auch vorne.“

"Wir werden uns vor niemandem verstecken"

Mit dem deutlich breiteren und vor allem verjüngten Kader soll natürlich auch eine sportliche Verbesserung einhergehen. „Wir wollen und werden uns vor niemandem verstecken. Unser Ziel ist es, einen attraktiven Fußball zu spielen“, kündigt der Übungsleiter an.

Es gelte zudem, hinten weniger Gegentore zu kassieren und vorne mehr eigene Treffer zu erzielen. In Kombination mit dem Verletzungspech waren dies schließlich genau die Knackpunkte der vergangenen Saison.

Ziel ist eine sorgenfreie Saison

Bei der genauen Zielvorgabe für die kommende Saison geben sich Abteilungsleiter Janke und sein Coach dennoch vergleichsweise bescheiden: Eine Spielzeit ohne Abstiegssorgen soll es werden. Mehr nicht.

Angesichts des nur um Haaresbreite vermiedenen Abstiegs Anfang Juni und des startenden Umbruchs ist das wahrscheinlich aber eine kluge Herangehensweise.