TSV Birkenau bezahlt Siegesserie teuer
Oberliga-Frauen zeigen Moral beim TV Flein. Die Aufstiegsspiele rücken näher. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen.
Flein. Trotz dünner Personaldecke erkämpften sich Birkenaus Oberliga-Handballerinnen mit dem 32:27 (17:11) zwei wichtige Punkte beim hartnäckigen TV Flein. Beste Torschützin war die acht Mal erfolgreiche Josi Leinert, die allerdings auch vorzeitig auf die Tribüne musste. Die Ausgangssituation war mehr als bescheiden. Das Trainerteam musste auf gleich fünf Akteurinnen verzichten, sodass ihnen gerade mal drei Auswechselspielerinnen zu Verfügung standen. Im Spielverlauf wurde diese Personaldecke noch dünner.
Der TSV geriet dann zunächst mit zwei Toren in Rückstand (2:4, 6.) ehe Leinert, Schütz und Gutsche die Gäste wieder in Führung brachten (6:4, 11.) Diese schnelle Torfolge wurde durch Flein durch eine Auszeit beim Stand von 8:6 gestoppt. Immer wieder setzte Flein Nadelstiche zum 10:9 (23.). Doch die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte klar den Gästen. Zunächst traf Danijela Rajic wuchtig aus dem Rückraum, ehe Mariella Schütz mit einem Sololauf nachlegte. Johanna Meyer schickte nach einer Parade Lenya Hanke mit einem langen Ball auf dem Weg zum 13:9. Drei Tore in weniger als einer Minute.
Früher Wermutstropfen
Eine aus Gästesicht völlig unberechtigte Zeitstrafe für Josi Leinert sollte später Folgen haben. Doch selbst in Unterzahl, bauten die TSVlerinnen den Vorsprung zum beruhigenden 17:11 aus. Einziger Wermutstropfen der richtig guten ersten Hälfte: Anna Knapp verletzte sich früh und kam nicht wieder. Die Schützlinge von Katharina Leinert bauten den Vorsprung bis zum 23:15 (41.) aus, ehe Flein die Auszeit nahm. Zwar traf Linn Guts zum 24:15, doch Flein zeigte eine Reaktion und verkürzte mit einem 3:0-Lauf auf 24:18 und erneut in Überzahl 26:22. Dann kam es zu zwei kurz hintereinander folgenden Leinert-Strafen und deren Spiel-Aus. Drei Minuten vor Spielende geriet der TSV erneut in Unterzahl und Flein verwandelte den fälligen Strafwurf zum 29:26, doch willensstark hatte Birkenau den stärkeren Schlussspurt für sich.
Aufstiegsspiele das Ziel
Nun braucht es nur noch einen Punkt aus den verbleibenden zwei Partien um das erklärte Ziel, die Relegation, zu erreichen. „Wir sind mit einem dünnen Kader angereist, der sich aber mit Einsatz verdient diese zwei wichtigen Punkte im Rennen um die Vizemeisterschaft sichern konnte. Wir haben uns gute Chancen erarbeitet, aber es leider in einer 10- bis 15-minütigen Schwächephase noch einmal unnötig spannend gemacht. Hier sind wir vor allem an unserer Wurfquote gescheitert. Daran müssen wir arbeiten, um uns bestmöglich auf die potenziellen Aufstiegsspiele vorzubereiten. Ich bin stolz auf den Kampfgeist und das Durchhaltevermögen“, sagt Katharina Leinert. Der Gastgeber kürte die Spielerinnen des Spiels. Josi Leinert freute sich über ihre Wahl. pb
TSV Birkenau: Meyer, Bussek; Leinert (8), Schütz (7), Rajic (6), Hanke (5), Gutsche (3), Harbarth (2), Becker (1), Havemann, Knapp.