TSV Birkenau gewinnt auch das Topspiel
Der Verbandsliga-Spitzenreiter setzt sich dank starker Abwehr knapp bei den bis dahin ebenfalls verlustpunktfreien Wieblingern durch
Erneut war die starke Defensive das Erfolgsrezept der Birkenauer Falken beim 27:26-Sieg im Verbandsliga-Topspiel beim TSV Wieblingen. Ohne Punktverlust gingen beide Handballteams in die Begegnung, das für beide eine erste Standortbestimmung sein sollte und für Birkenau ein Happy End hatte.
Nutzte Wieblingen die Fehler der Birkenauer zu einer frühen 3:1-Führung, war es auf Birkenauer Seite der pfeilschnelle Jakub Majirsky, der die Ballgewinne der Abwehr bei seinen Kontern einnetzte. Die ersten sechs Birkenauer Treffer gingen alle auf das Konto ihres Rechtsaußen. Während Wieblingen viel auf Übergänge setzte und ihren Shooter Lukas Neuhäuser in Position brachte, kreierten sich die Südhessen immer wieder günstige Zweikampfsituationen. Beides war erfolgreich, doch über die Spielstände 6:6 und 10:10 erspielten sich die Falken in Überzahl eine leichte 13:11-Pausenführung.
„Wir hatten heute ein sehr gutes Timing in unseren Zweikämpfen, da musste Wieblingen schon enorm viel investieren. Defensiv haben alle einen guten Job gemacht – inklusive Torhüter“, attestierte Trainer Stefan Pohl seinen Falken ein gutes Zeugnis für die erste Halbzeit.
Zwei Treffer in Unterzahl
Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten diesmal die Falken. 40 Minuten waren gespielt, da stellte Kapitän Marvin Brock die Führung beim 19:14 erstmals auf plus fünf für seine Farben. Doch Wieblingen gab das Spiel nicht verloren. Die erfahrenen Spielertrainer Widmann und Schwarz fanden jetzt öfter den freien Mann am Kreis und waren beim 22:20 wieder auf zwei Tore dran. In dieser Phase entschärfte Patrik Samardzic einen Siebenmeter und das Momentum lag nun wieder bei den Falken. Zwei Treffer in Unterzahl stellten das Ergebnis acht Minuten vor dem Ende auf 25:20 für die Birkenauer. „Wir stehen drei Minuten vor Ende beim 26:22 am Siebenmeterstrich. Fehlwurf, Zeitstrafe und Wieblingen spielt das in der Phase sehr abgezockt“, beschreibt Pohl die letzten Minuten, in denen Wieblingen zwar nochmals auf 27:26 rankam, aber am Ende keinen Abschluss mehr zum möglichen Unentschieden mehr hatte. „Es war das erwartet schwere Spiel in Wieblingen. Hut ab, wie diszipliniert wir das defensiv gespielt haben.
Offensiv sticht in der Statistik natürlich Jakub mit seinen 14 Treffern heraus. Ich denke, über die gesamten 60 Minuten haben wir uns den Sieg als Mannschaft schon verdient“, freute sich der TSV-Trainer nach Spielende über eine weitere Woche als Tabellenführer. sp
TSV Birkenau: Samardzic, Roll; Lather (2), May (1), Unger, Majirsky (14/3), Rahn, Holschuh, Böhm (1), Brock (4), Jöst (1), Hirsch (2), Sedlacek (2).