Handball

TSV Birkenau schlägt den Spitzenreiter und meldet sich zurück

Die Schwarzen Falken halten dem Druck im Kampf um die Topplätze in der Verbandsliga dank starker Defensive Stand.

Mit vollem Einsatz: Hier wirft sich Marian Kleis dem Wurf von Wieblingens Marco Widmann entgegen. Foto: Mathias Brock
Mit vollem Einsatz: Hier wirft sich Marian Kleis dem Wurf von Wieblingens Marco Widmann entgegen.

Birkenau. Die Handballer des TSV Birkenau zeigten beim 31:26 (14:12) gegen den Spitzenreiter der Verbandsliga, den TSV Wieblingen, eine beeindruckende Leistung. Grundstein war erneut eine sehr bewegliche Defensive, die im Zusammenspiel mit Leon Back im Tor überzeugte.

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Die Birkenauer waren sofort im Spiel und hatten beim 3:1 (6.) den besseren Start. Es entwickelte sich ein sehr attraktives Spiel, in dem es zunächst den Falken gelang die Führung bis zum 8:5 (16.) von Marian Kleis zu verteidigen. Doch Wieblingen legte, angetrieben von den zahlreich im Fanbus angereisten Fans, zu und schaffte beim 8:8 (19.) durch Spielertrainer Marco Widmann den Ausgleich. Falkencoach Stefan Pohl sah die Zeit für sein Time-out gekommen: „In der Abwehr wurden wir den einen Schritt zu defensiv und offensiv galt es die Wurfziele zu ändern. Wenning hat uns da einfach zu viele Freie weggenommen.“

Die Mannschaft setzte die Maßnahmen bestens um. Vorne lief der Ball auf die treffsicheren Außen Schmitt und Majirsky und hinten stimmte die Torhüter/Block-Absprache. Die Gastgeber legten wieder vor und verteidigten weiter mit hohem Aufwand. „Wir hätten gerne mehr als das Zwei-Tore-Polster mit in die Halbzeit genommen. Unser Spiel hätte das auch hergegeben. Wichtig war es hungrig zu bleiben und weiter mit Energie zu spielen“, sagte Pohl.

Philipp Schmitt als Erlöser

Die zweite Halbzeit startete mit hohem Tempo. Sechs Tore in weniger als fünf Minuten und der TSV führte 18:14 (35.). Doch Wieblingen ließ sich nicht abschütteln. Als beim 20:16 (40.) Kapitän Marvin Brock eine Strafzeit antreten musste, trafen die Gäste ins verwaiste Tor zum 20:18 (41.).

Nach dem 24:21 (46.) durch Adrian Gaida wurde es kurios. Die Abwehrreihen und Torhüter dominierten. Erst der überragende Philipp Schmitt brach den Bann und erzielte nach acht torlosen Minuten das wichtige 25:21 (54.). Wieblingen zog die grüne Karte, stellte auf Manndeckung gegen Spielgestalter David-Denny Hirsch, doch Birkenau hatte eine Antwort parat. Jakub Majirsky wechselte von der Außenposition in den Rückraum und spielte seine Schnelligkeit nun in den größeren Räumen aus. „Hut ab, die Jungs haben heute unter Druck eine sehr starke Leistung gezeigt. Wieblingen war ein starker Gegner, aber wir mussten gewinnen, um oben dran zu bleiben und haben geliefert.“ sp

TSV Birkenau: Back, Roll, Samardzic; Sedlaczek (1), Lather, Majirsky (6), Böhm (3), Brock (1), Fickel, Hirsch (4), Jöst (2), Kleis (6/4), Schmitt (8).