Handball

TSV Birkenau investiert zu wenig

Der Verbandsligist sucht noch nach seinen Stärken der Vorsaison und hinterlässt einen enttäuschten Trainer.

Patrik Sedlacek ging mit kämpferischem Einsatz voran, doch auch er musste die Auftaktniederlage des TSV Birkenau in der Verbandsliga hinnehmen. Foto: Mathias Brock
Patrik Sedlacek ging mit kämpferischem Einsatz voran, doch auch er musste die Auftaktniederlage des TSV Birkenau in der Verbandsliga hinnehmen.

Wieblingen. Eine verdiente 29:27 Niederlage musste der TSV Birkenau im Sonntagsspiel beim TSV HD-Wieblingen einstecken. „Wir fanden eigentlich das Spiel über nie in unsere Stärken. Defensiv war es taktisch viel zu undiszipliniert und offensiv hatten wir keinerlei Durchschlagskraft. Wieblingen hat unterm Strich deutlich mehr investiert und sich die zwei Punkte erarbeitet“, sagte ein enttäuschter Trainer Stefan Pohl.

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Offensiv agierten die Falken viel zu harmlos, hatten keinen Zug in die Tiefe. Der frühe 1:4-Rückstand (8.) schmeichelte noch, hielt der in der Anfangsphase starke Leon Back die Gäste noch halbwegs im Spiel. Eine Auszeit beim Spielstand von 6:3 (12.) sollte den TSV auf Spur bringen, doch auch in der Folge wurde defensiv zu unorganisiert und offensiv mit zu wenig Power gespielt. Eigentlich gerade die Stärken der Falken in der Vorsaison. Wieblingen erhöhte auf 10:6 (17.) und konnte den Vorsprung bis zum 12:8 (20.) halten.

Es musste schon eine Unterzahl her, Philipp Schmitt schmorte auf der Strafbank, um den Kampfgeist der Falken zu wecken. Mit einem Mann weniger gelangen zwei Tore in Folge und vor allem Patrik Sedlacek weckte die Emotionen seiner Mitspieler. In erneuter Überzahl stellte Wieblingen noch mal auf drei Tore vor 14:11 (25.). Bis zur Pause gelang es den Falken immerhin, durch kämpferischen Einsatz auf 16:15 zu verkürzen.

Nach dem 25:25 klappt nicht mehr viel

„Eigentlich waren wir in der Halbzeit sehr optimistisch, das Spiel in Halbzeit zwei zu drehen“, gibt Pohl Einblicke in die Halbzeitansprache. Bis zum 19:19 (37.) waren die Falken auch wieder voll im Spiel. Zwei Zeitstrafen in direkter Folge brachten dann den Heidelbergern einen Vier-Tore-Lauf zum 23:19 (40.). Doch die Falken kämpften gegen die drohende Niederlage an und waren beim 25:23 (48.) wieder in Reichweite.

Es folgte eine vierminütige Torflaute, die erst durch eine Falken-Auszeit unterbrochen wurde. Mit Erfolg, der TSV glich beim 25:25 (54.) erstmals wieder aus. Das Wieblinger Publikum peitschte seine Farben nun nach vorne und der Drei-Tore- lauf zum 28:25 (56.) war zu viel für den TSV. Spätestens eine erneute Zeitstrafe und das 29:26 (60.) der Gastgeber besiegelten die 27:29-Niederlage zum Saisonauftakt. sp

TSV Birkenau: Back, Patermann; Böhm (2), Brock (2), Fickel (2), Halilovic (2), Hirsch (4), Jöst (1), May (3), Majirksy (3), Schmitt (2), Sedlacek (6), Unger.