Fußballer vor der Saison

TSV Sulzbach will die Euphorie mit in die neue Runde nehmen

Nach dem Aufstieg will sich der TSV Sulzbach erst einmal in der Kreisklasse A etablieren. Zwei Neuzugänge hinterlassen bislang einen guten Eindruck.

Die Freude über den Aufstieg in die Fußball-A-Klasse kannte beim TSV Sulzbach keine Grenzen. Die Euphorie will die Elf um Trainer Ümit Erdem nun auch mit in die neue Saison nehmen. Foto: Thomas Rittelmann
Die Freude über den Aufstieg in die Fußball-A-Klasse kannte beim TSV Sulzbach keine Grenzen. Die Euphorie will die Elf um Trainer Ümit Erdem nun auch mit in die neue Saison nehmen.

Feiern können sie, die Fußballer des TSV Sulzbach. Unmittelbar nach dem zweiten Aufstiegsspiel am 11. Juni gegen die Reserve des SV 98 Schwetzingen (Endstand: 2:0) ließen die Schützlinge von Trainer Ümit Erdem die Korken knallen. Sekt- und Bierduschen tränkten den Rasenplatz des ESC Blau-Weiß Mannheim.

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Auch sieben Wochen nach dem größten sportlichen Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte dauert die Party im Weinheimer Stadtteil weiter an: Den Kerweumzug am Sonntag bereicherten die Kicker mit einem Freibierwagen, die blauen Aufstiegs-Shirts mit dem Aufdruck „A-Klasse wir kommen“ waren am Festwochenende kaum zu übersehen.

Saisonauftakt am 3. September

Geht es nach ihrem Trainer, dann hält die gute Stimmung auch in den kommenden Wochen und Monaten an. Auf und neben dem Platz. „Wir wollen die Aufstiegseuphorie mit in die neue Saison nehmen“, kündigt Ümit Erdem an.

Auch Trainer Ümit Erdem blieb bei der Aufstiegsfeier von den Sekt- und Bierduschen seiner Spieler nicht verschont. Foto: Thomas Rittelmann
Auch Trainer Ümit Erdem blieb bei der Aufstiegsfeier von den Sekt- und Bierduschen seiner Spieler nicht verschont.

Dass er selbst große Teile der Vorbereitung urlaubsbedingt verpasst, ficht den Erfolgscoach hingegen nicht an: „Wir sind ein eingespieltes Team. Ich habe vollstes Vertrauen in die Jungs und in meinen Co-Spielertrainer Marc Schöneberg, dass sie auch während meines Urlaubs Gas geben werden.“ Erklärtes Ziel ist es dann auch, zum Saisonauftakt am 3. September gegen die SG 1983 Viernheim topfit zu sein.

Langer Atem ist gefragt

Denn, so viel steht für Erdem jetzt schon fest: „Wir werden in der A-Klasse deutlich mehr gefordert sein – in jeder Hinsicht.“ Während es in der B-Klasse in vielen Partien nur um die Höhe des Sieges gegangen sei, geht der TSV-Coach nun davon aus, „dass viele Spiele erst hinten raus entschieden werden.“ Hierfür gelte es, in der Vorbereitung die Grundlagen zu legen.

Verstecken müsse sich seine Elf aber auch in der höheren Spielklasse keineswegs, fügt Erdem hinzu. In diesem Zusammenhang verweist er allzu gerne noch einmal auf die 144 Tore, die seine Offensivabteilung in der abgelaufenen Runde erzielte – in den beiden Relegationsspielen kamen noch sieben weitere hinzu. Doch damit nicht genug. „Wir sind nicht nur im Spiel nach vorne stark, auch unsere Defensive hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg“, so Erdem.

Keine großen personellen Veränderungen

Die Aufstiegs-Mannschaft bleibt derweil weitgehend zusammen, drei Abgängen stehen zwei Zugänge gegenüber. Der bulgarische Mittelfeldspieler Dimitar Traykov sei dabei „kurz vor knapp und eher zufällig“ zum TSV gestoßen. Gleichwohl sollte er der Mannschaft nach den ersten Trainingseindrücken ebenso auf Anhieb helfen können, wie Aperen Altun (von der SG Hemsbach), berichtet Erdem.

Alperen Altun ist einer von zwei Neuzugängen beim TSV. Foto: Katrin Oeldorf
Alperen Altun ist einer von zwei Neuzugängen beim TSV.

Hinzu kommen mit Steve Devantier und Keeper Sebastian Pollmann, der seinen Kreuzbandriss auskuriert hat, zwei „interne Neuzugänge“, die nach längeren Pausen wieder behutsam an die erste Elf herangeführt werden sollen.

„Alles über Platz zehn nehmen wir gerne mit." (Ümit Erdem, Trainer des TSV Sulzbach)

Einen Durchmarsch in die Kreisliga, wie ihn Mitaufsteiger United Weinheim als Ziel für die neue Runde ausgibt, schließt der Übungsleiter dennoch weitgehend aus. „Wir wollen erst einmal in der neuen Liga ankommen und eine solide Runde ohne Abstiegssorgen spielen“, übt er sich in Bescheidenheit. „Alles über Platz zehn nehmen wir gerne mit“, lautet seine persönliche Zielsetzung.

Die Favoritenrolle überlässt er dann auch gerne anderen, allen voran dem SC United und den arrivierten A-Klassisten TSV Schönau und TSG Lützelsachsen II. Und auch den SV Schriesheim hat Erdem auf der Rechnung, obwohl der SVS nach der Vizemeisterschaft 2022 in der vergangenen Runde bis auf Platz 14 abrutschte. Zudem kristallisiere sich im Laufe einer Spielzeit immer noch das eine oder andere Überraschungsteam heraus, weiß der TSV-Coach.

Überraschungsteam TSV Sulzbach?

Ob diese Rolle dann vielleicht doch seiner Elf zuteil wird? „Wohl eher nicht“, sagt Erdem – um mit einem Augenzwinkern hinzuzufügen: „Dagegen wehren würde ich mich natürlich nicht.“ Noch einmal betont er aber: „Wir warten zunächst mal die ersten zehn Spiele ab, dann wissen wir, wo wir stehen.“

Gegen die eine oder andere Kabinenparty hätte aber wohl auch der Aufstiegstrainer kaum etwas einzuwenden.