Überraschendes Pokal-Aus der TSG 1862/09 Weinheim
Der Verbandsligist kann beim 1:2 in Langensteinbach seine angespannte Personallage nicht kompensieren
Dass die Ausgangslage vor dem Spiel der 3. Runde um den badischen Rothaus-Pokal keine einfache sein würde, hatte sich im Vorfeld schon angedeutet. Fünf der sechs eingeplanten Defensivspieler standen der TSG 1862/09 Weinheim beim SV Langensteinbach nicht zur Verfügung. Das war dann auch beim eine Klasse tiefer spielenden Landesligisten zu viel für die Gäste. „Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber ohne Moura, Knauer, Zimmermann, Keller, Lulei und Hilgert, dafür aber mit zwei A-Jugend-Spielern und einigen U20-Akteuren hat uns dann einfach die Breite gefehlt“, bekannte TSG-Trainer Lukas Cambeis nach dem letztlich doch überraschenden Pokal-Aus.
Was den neuen Weinheimer Coach ärgerte, war die Art und Weise, wie sich seine Mannschaft geschlagen geben musste. „Wir brauchen schon zu viele Chancen, um unsere Tore zu machen. Aber dass das 1:2 dann nach einem eigenen Einwurf passiert, das darf eigentlich nicht sein.“ Statt des Achtelfinal-Duell gegen den neuen Verbandsliga-Konkurrenten aus Pforzheim, muss am Sonntag also ein letztes Testspiel gegen Gartenstadt als Generalprobe für die erste Liga-Partie am 18. August in Walldorf herhalten. „Zumindest für unsere Defensive kommen in dieser Woche einige Spieler wieder zurück, dafür werden jetzt Marlon Ludwig, Gaetano Giordano und Ilya Ertanir fehlen. Optimal ist nach dem bisherigen Auf und Ab der Vorbereitungsphase anders.
Es bleibt zu viel liegen
In Langensteinbach kamen die Weinheimer zunächst gut in die Partie, erarbeiteten sich zwei dicke Chancen in den ersten fünf Minuten. Danach entwickelte sich allerdings ein offenes Spiel, weil die TSG 1862/09 mit dem 1:1-Pressing der Gastgeber nicht zurecht kam. Das 0:1 fiel nach einem unnötigen Ballverlust in der 25. Minute durch Dominic Riedel.
„In der Halbzeit haben wir dann auf eine Dreierkette umgestellt, mit drei Zehnern gespielt und Noah Hannawald als Zielspieler eingtewechselt“, sah Cambeis, dass sein plan eigentlich aufging. Schon vor dem 1.1 in der 58. Minute durch Ilya Ertanir hatte sich Weinheim zwei, drei klare Möglichkeiten erarbeitet. Aber die TSG machte auch im Anschluss den Sack nicht zu. Das 1:2 in der 80. Minute durch Aaron Horntrich konnte Weinheim nicht mehr kontern. „Wenn ein Sechser in die Innenverteidigung und ein Flügelspieler als Linksverteidiger agieren muss, wird es irgendwann eng.“
TSG 1862/09 Weinheim: Kallis; Kuhn, Ertanir (85. Ferreira Lopes), Giordano, Kadioglu (80. Walter), Gärtner, Beikert, Schneider, Jawadi. Schwöbel, Hoffmann (46. Hannawald)
Tore: 1:0 Riedel (25.), 1:1 Ertanir (58.), 2:1 Horntrich (80.)
Heddesheim scheitert ebenfalls
Vergeblich Überstunden machte gestern Abend Fußball-Verbandsligist FV Fortuna Heddesheim beim SK Srbja Mannheim. Die Mannschaft von Trainer René Gölz musste sich nach einem dramatischen Spiel beim FK Srbja Mannheim nach Elfmeterschießen geschlagen geben. Dabei hatten die favorisierten Gäste das frühe 0:2 nach Toren von Enis Kajtazovic (13.) und Kadir Seeker (23.) in der regulären Spielzeit noch aufgeholt. Fabian Czaker verkürzte vor der Pause auf 2:1 (37.), Robin Szarka ließ in der 64. Minute das 2:2 folgen. Danach blieb es auch in der Verlängerung torlos. Die entscheidenden Elfer für Srbja verwandelten Katava und Vidovic. Für die Fortuna trafen Szarka, Müller, Marsal, Czaker und Sati. AT
FV Fortuna Heddesheim: Broll; Sati, Gessel (63. Malburg), Müller, Sprecakovic, Hocker (74. Germies), Jüllich, Malchow (81. Lutz), Marsal, Szarka, Czaker