Fußball-Verbandsliga

Wie tickt Weinheims neuer Trainer Marcel Hofbauer?

"Ich vertrete eine klare Linie", sagt der 34-jährige Schwabe, der das Amt im Sommer 2025 von Lukas Cambeis übernimmt. Wer ihn als Trainer und Mensch inspiriert hat, verrät der neue TSG-Coach im Kurz-Interview.

Mit Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison 2025/26 wird Marcel Hofbauer das Traineramt in der Zweiburgenstadt übernehmen. Foto: Marcel Hofbauer
Mit Beginn der Vorbereitung auf die neue Saison 2025/26 wird Marcel Hofbauer das Traineramt in der Zweiburgenstadt übernehmen.

Weinheim. Im Kurz-Interview mit dieser Redaktion spricht der künftige Trainer der TSG 1862/09 Weinheim über Trainer, die ihn selbst fußballerisch geprägt haben, die Fußstapfen, die seine Vorgänger hinterlassen (haben) und eine mögliche Fortsetzung seiner eigenen Spielerkarriere.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Marcel, im Nachwuchs des VfB Stuttgart und als Regionalligaspieler in Walldorf durften Sie den einen oder anderen bekannten Trainer kennenlernen. Von wem haben Sie für Ihren eigenen Trainerjob am meisten gelernt?

Marcel Hofbauer: Meine Trainer beim VfB waren unter anderem Markus Gisdol oder Jens Keller, die es beide dann ja auch in die Bundesliga geschafft haben. In Walldorf konnte ich mir von Matthias Born und Guido Streichsbier, der danach viele Jahre beim DFB tätig war und inzwischen für Borussia Mönchengladbach arbeitet, jede Menge abschauen. Ich habe unter allen tolle Erfahrungen gesammelt und vor allem total verschiedene Trainertypen kennengelernt. Ich versuche, möglichst viel davon aufzugreifen, was ich von ihnen gelernt habe, und das Erlernte an meine eigenen Mannschaften anzupassen.

Wie würden Sie selbst denn den Trainer Marcel Hofbauer beschreiben?

Hofbauer: Ich bin ein Trainer, der eine sehr klare Linie vertritt, aber trotzdem sehr offen und kommunikativ ist. Mir ist es wichtig, dass jeder weiß, woran er bei mir ist. Ich bin auch ein offener Typ, der den Spielern immer zugewandt ist. Ich pflege einen respektvollen Umgang mit den Spielern, versuche, alle Dinge zu erklären. Das haben auch meine Jungs in Neuenheim immer gespürt.

Auch Ihre Vorgänger Marcel Abele und Lukas Cambeis hatten stets einen guten Draht zur Mannschaft – und beachtlichen Erfolg. Wie groß sind die Fußstapfen, in die Sie treten?

Hofbauer: Beide haben ohne Frage tolle Arbeit in Weinheim geleistet, Lukas wird das, davon bin ich überzeugt, auch in den nächsten Monaten noch weiter tun. Obwohl es vielleicht so manche Gemeinsamkeit gibt, hat jeder Trainer aber seinen eigenen Stil. Und ich hoffe natürlich sehr, dass ich mich mit meiner Arbeit positiv in diese Liste einreihen kann.

Mit 34 Jahren stehen andere noch selbst auf dem Platz. Nehmen Sie auch Ihren Spielerpass mit nach Weinheim?

Hofbauer (lacht): Grundsätzlich könnte ich bestimmt noch spielen, aber ehrlich gesagt bin ich viel zu lange raus aus dem „Geschäft“ und bräuchte wahrscheinlich auch zu lange, um wieder die nötige Fitness zu erlangen. Ich spiele derzeit nur noch „just for fun“ in meinem Wohnort Neckarhausen – und selbst dabei habe ich mich neulich erst verletzt (lacht). Im Ernst: Ich glaube, meine Zeit als Spieler ist einfach vorbei, vor allem auf diesem Niveau. In der Verbandsliga bedarf es meiner Meinung nach eines echten Trainers an der Seitenlinie, der ganz anders auf eine Mannschaft einwirken kann.