Zu viele Ausfälle und zu wenig Feuer bei der SG Leutershausen
Die Fehlerquote der SG Leutershausen ist beim VfL Pfullingen zu groß. Die Teufel wollen trotzdem in die Aufstiegsrunde
Schade: Im letzten Spiel vor sechswöchigen Winterpause musste sich die SG Leutershausen beim VfL Pfullingen geschlagen geben. Nach dem 26:28 in der Kurt-App-Sporthalle wahrten die Roten Teufel zwar ihren dritten Platz, der Abstand zu Spitzenreiter HV Oppenweiler/Backnang beträgt aber nun drei Punkte. Und der Tabellenführer kommt am 3. Februar zum nächsten Spiel nach langer Handballpause in dei Beck-Halle.
Warum es für Leutershausen nicht für Punkte reichte, hatte mehrere Gründe. Einer: SGL-Trainer Thorsten Schmid muss krank daheimbleiben. „Wenn Thorsten dabei gewesen wäre, hätten wir bestimmt gewonnen“, sagte Teamkoordinator Roger Gross, ohne das Coaching von Co-Trainer Liviu Ianos schmälern zu wollen. Aber auch der Kontakt über das Handy mit dem zuhause Gebliebenem halft während des Spiels nicht. „Uns hat einfach das Feuer gefehlt“, sah Mark Wetzel, der als Sportlicher Leiter ebenfalls mit in Pfullingen war, einen noch viel entscheidenderen Grund für die Niederlage. Und weil sich Anführer Kevin Bitz gleich zu Beginn des Spiels erneut am Knie verletzte und nicht mehr eingesetzt werden konnte, nahm das Unheil seinen Lauf. Auch Lucas Bauer war gesundheitlich deutlich angeschlagen und konnte nur kurz eingewechselt werden. Ebenso Luca Mastrocola, der nach längerer Erkrankung zum ersten Mal wieder mitspielte, aber dennoch nicht hundertprozentig fit war.
Dafür war Haupttorschütze Yessine Meddeb trotz Bänderriss wieder an Bord, doch auch seine zehn Tore und die Unterstützung des mitgereisten SGL-Fanclubs halfen nicht. „Die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben“, gibt sich Wetzel selbstkritisch. Zu viele technische Fehler, zu viele freie Bälle verworfen: „Es ist uns nicht gelungen, das Spiel auf den letzten Metern noch einmal zu drehen.“
Dabei habe man Chancen gehabt, gerade nach einem Unentschieden in der zweiten Halbzeit. „Die zwei Punkte hätten wir schon sehr gerne mit nach Hause genommen“, bedauert der sportliche Leiter auch im Hinblick auf das kommende Heimspiel. „Gegen Oppenweiler hätten wir gleich mit dem ersten Heimspiel im neuen Jahr die Tabellenspitze drehen können“, sagte Wetzel. Damit gibt er auch einen ersten Ausblick auf das Saisonziel. „Von Aufstieg wollen wir natürlich nicht sprechen“, schmunzelt er, „aber in der Aufstiegsrunde würden wir sehr gerne mitspielen.“. Dafür muss Leutershausen mindestens Zweiter werden. Insgesamt ist die SGL mit der Hinrunde zufrieden. „Alle Niederlagen waren im Wesentlichen vermeidbar“, meint Wetzel und hofft auf weniger Verletzungspech und krankheitsbedingte Ausfälle 2024. Die Hinrunde ist für die SGL übrigens nicht ganz abgeschlossen, es steht noch das Spiel gegen den HC Erlangen II aus. In der verlängerten Winterpause bleibt nun Zeit, um sich zu erholen und dann mit ganz viel Power ins nächste Jahr zu starten. Die ist am 3. Februar gegen Oppenweiler auch dringend nötig. feh
SG Leutershausen: Hübe, Ullrich; Meddeb (10/2), Schreiber (4), Preller (3), Pauli (2/2), Scholz (2), Krämer (2) Mastrocola (1), Bauer (1), Schmitt (1), Seitz, Röller, Konrad, Bitz, Ulrich, Preller.