Weinheim

Mia Pittroff und Fanfare Ciocarlia kommen ins Weinheimer Café Central

Pittroff hat schon jede Menge Preise abgestaubt und über Fanfare Ciocarlia gibt es sogar eine eigene ARTE-Dokumentation.

Die Kabarettistin Mia Pittroff tritt am 1. Oktober 2024 im Weinheimer Café Central auf. Foto: KuLTus
Die Kabarettistin Mia Pittroff tritt am 1. Oktober 2024 im Weinheimer Café Central auf.

"Ich geh schon mal nach hinten los“, heißt das Programm, das die Kabarettistin Mia Pittroff am 1. Oktober im Café Central in Weinheim zeigt.

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In ihrem neuen Solo-Programm "Ich geh schon mal nach hinten los" verrät die studierte Germanistin einige Geheimnisse: Warum sie, wenn sie Französin wäre, jeden Tag bei ihren Eltern anrufen würde. Warum es wichtig ist, mal drei Tage lang die Kleider nicht zu wechseln. Und warum sie zum Fest in den Waldorfkindergarten einen Marshmallowsalat mitbringt.

Pittroff hat bereits viele Preise gewonnen, unter anderem den "Lorscher Abt", "Die scharfe Barte", den "Vohenstraußer Kabarettpreis". Auch "Der goldene Rottweiler", der Oltner-Kabarettpreis "Die Sprungfeder" (Schweiz), die "Klagenfurter HERKULESkeule" (Österreich) und der "Dresdner Satirepreis" zählen zu den Auszeichnungen, die sie schon erhalten hat.

Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr.

Fanfare Ciocarlia am 6. Oktober

Am 6. Oktober kommt eine der bekanntesten Gypsy-Brassbands nach Weinheim: Fanfare Ciocarlia beehren das Café Central mal wieder.

Fanfare Ciocărlia ist eine der weltweit besten Gypsy-Brassbands, ein 24-köpfiges Balkan-Brass-Monster, dessen östlicher Funk-Groove mit seinem unverwechselbaren Sound Konzertsäle und Festivals auf der ganzen Welt zum Beben gebracht hat. Ihre energiegeladenen Auftritte und musikalische Kreativität haben ihnen Fans von Melbourne bis Memphis, Tokio bis Toulouse eingebracht. Aufgewachsen als Söhne von Bauern im "versteckten" Dorf Zece Prăjini im Nordosten Rumäniens, erlernten die Bandmitglieder ihr Handwerk von ihren Vätern und Großvätern und betrachten jedes Konzert stolz als Herausforderung, das Publikum zu begeistern und den authentischen Geist der Roma-Musik lebendig zu halten. Es ist keine Kleinigkeit, festzustellen, dass Fanfare Ciocărlia maßgeblich zum Wiederaufleben und zur großen Popularität der Balkan-Brass-Bewegung aus Osteuropa beigetragen hat.

Jeder, der Fanfare Ciocărlia gehört hat, wird sich in einem Punkt einig sein: Keine Brassband hat jemals zuvor so schnell gespielt. Und in einem weiteren Punkt: Keine Brassband hat jemals so geklungen! Die Isolation ihres Dorfes, gelegen in einem nebligen Tal mit unbefestigten Straßen, die von Gänsescharen, Pferden und Karren belebt sind, führte dazu, dass es im Laufe der Jahre von der Außenwelt unentdeckt blieb und von den Auswirkungen des Kommunismus unberührt war. So konnten die etwa achtzig Roma-Familien weiterhin einen traditionellen, ländlichen Lebensstil führen. Diese Abgeschiedenheit ermöglichte es auch, dass Brassmusik-Traditionen, die unter osmanischer Herrschaft entstanden waren, im Dorf weiterlebten, während sie im restlichen Rumänien längst verschwunden waren. Gekennzeichnet durch atemberaubende Geschwindigkeit, technisches Können, rasante Rhythmen und bittersüße Bläserklänge heben sich diese einzigartigen Elemente von jeder anderen Brassband der Welt ab.

Die Times of London beschrieb ihren Sound als „einen schweren, monumentalen Klang“, und Fanfares Aufnahmen haben ihren faszinierenden Balkan-Groove in Tanzclubs auf der ganzen Welt gebracht. Sie wurden von Sacha Baron Cohen beauftragt, den Biker-Hit „Born To Be Wild“ und „Just the 2 Of Us“ für den Soundtrack der Filme Borat I und II einzuspielen. Sie wurden von unzähligen DJs, Bands und Roma-Orchestern weltweit gesampelt, gecovert, gefeiert und nachgeahmt. Fanfare Ciocărlia hat zehn Alben veröffentlicht, von denen mehrere die europäischen World-Music-Charts anführten. Ihre DVD „Brass On Fire“ wurde vom Songlines Magazine als „neuer Maßstab für Musikdokumentationen“ gelobt. Sie haben weltweit über 3000 Konzerte gespielt. Kurz gesagt: Niemand macht es besser, härter, schneller und funkiger als Fanfare Ciocărlia. Der Kultursender Arte hat der Band sogar eine Dokumentation gewidmet.