Nach fast drei Jahrzehnten

100 Hinweise zu Mord an «Bierkönig»-Gründer auf Mallorca

Nach der Ausstrahlung des Falls in der Sendung «Aktenzeichen XY… International» sind neue Erkenntnisse gewonnen worden, darunter auch Informationen aus dem engsten Umfeld.

Mehr als 100 Hinweise sind zum Mord an dem «Bierkönig»-Gründer eingegangen. (Archivbild) Foto: Peter Kneffel/dpa
Mehr als 100 Hinweise sind zum Mord an dem «Bierkönig»-Gründer eingegangen. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa) - Im Fall des ungeklärten Mordes an dem Gründer des «Bierkönigs» auf Mallorca, Manfred Meisel, sind seit der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... International» mehr als 100 Hinweise eingegangen. Darunter seien auch welche aus dem engsten Umfeld, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Es gebe «Loyalitätsverschiebungen», sagte er. Es deute sich an, dass «weitere Aussagebereitschaft» bestehe. 

Meisel, sein achtjähriger Sohn Patrick und die Tierpflegerin Claudia Leisten wurden in der Nacht zum 12. November 1997 auf Meisels Finca bei S'Aranjassa erschossen. Der oder die Täter gingen laut Mitteilung professionell und offensichtlich gezielt vor. Als mögliches Motiv gelten Rivalitäten um Meisels wertvolle Vogelzucht. Auch Verbindungen zur organisierten Kriminalität seien denkbar.

Weil Meisel deutscher Staatsbürger war und vor seinem Wegzug nach Mallorca in Frankfurt am Main gemeldet war, sei die Staatsanwaltschaft dort «seit der Tat parallel zu der spanischen Mordkommission mit den Ermittlungen betraut», wie sie mitteilte.

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