15-Jähriger erleidet schweren Stromschlag auf Güterbahnhof
65-mal stärker als eine Steckdose: Ein Jugendlicher erleidet nach einem Stromschlag lebensbedrohliche Verbrennungen. Warum er auf den Güterwagen kletterte, bleibt rätselhaft.
Kehl (dpa/lsw) - Ein 15-Jähriger ist in Kehl (Ortenaukreis) auf einen Güterwagen geklettert und hat sich lebensbedrohliche Verbrennungen zugezogen. Er kam der stromführenden Oberleitung zu nahe und erhielt einen Stromschlag, wie die Polizei mitteilte.
Mit dem Hubschrauber wurde er demnach in eine Spezialklinik geflogen. Der Junge hatte den Angaben zufolge wegen eines Schulausflugs in einem Hotel in Kehl übernachtet. Warum er nachts gegen drei Uhr auf den Frachtwagen am Güterbahnhof kletterte, sei noch völlig unklar. Zu den Hintergründen des Stromunfalls ermittelt die Bundespolizeiinspektion Offenburg.
Strom in Oberleitungen 65-mal stärker als Steckdose
Die Bundespolizei warnt laut eigenen Angaben davor, Bahnanlagen zu betreten oder auf Waggons zu klettern. Um sich schwer zu verletzen oder gar zu sterben, müsse man die 15.000 Volt starke Oberleitung nicht einmal berühren. Bereits ein Abstand von 1,50 Metern könne ausreichen, damit der Strom durch einen Lichtbogen auf den menschlichen Körper übergreift. Der Strom in den Oberleitungen sei 65-mal stärker als der Strom aus einer Haushaltssteckdose.