Prozesse

Mann wegen lebensgefährlicher Messerattacke vor Gericht

Zwei Männer geraten im Frankfurter Bahnhofsviertel in einen Streit, der mit Messerstichen endet. Nun wird der Fall vor Gericht aufgearbeitet.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung steht seit Freitag ein 21 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt. Ihm wird vorgeworfen, im Juli 2023 vor einem Hotel im Frankfurter Bahnhofsviertel im Streit auf einen anderen Mann eingestochen zu haben. Zwei Messerstiche trafen den Unterbauch des Opfers, das deshalb in einer Klinik notoperiert werden musste. Die Hintergründe des Streits lagen auch nach dem ersten Verhandlungstag noch im Dunklen. Der Angeklagte äußerte sich nach Verlesung der Anklageschrift nicht zu den Vorwürfen.

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Unmittelbar nach der Messerattacke war das blutüberströmte Opfer auf die Fahrbahn gelaufen, wo ihm zufällig ein Einsatzfahrzeug der Polizei entgegenkam. Die Beamten nahmen den mutmaßlichen Täter noch auf dem Bürgersteig fest. Er leistete erheblichen Widerstand, wie einer der Polizisten im Zeugenstand schilderte. Zu dem Hintergrund habe er aber auch in der Tatnacht nichts gesagt.

Die Richter müssen nun unter anderem darüber entscheiden, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht für den Angeklagten angewendet werden soll. Das Gericht hat weitere Verhandlungstage bis Mitte März terminiert.