670 Straftaten im Zusammenhang mit Nahostkonflikt in Hessen
Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Überfall der Hamas auf israelische Zivilisten und der Krieg in Gaza strahlen auch auf Hessen aus: Im Bundesland sind seit dem 7. Oktober bis Mitte Dezember 2023 rund 670 Straftaten erfasst worden, «die im Zusammenhang mit den Kampfhandlungen im Nahen Osten stehen», wie das Landeskriminalamt in Wiesbaden der Deutschen Presse-Agentur auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
Es handle sich dabei um «unterjährige Fallzahlen, die aufgrund von möglichen Nachmeldungen oder weiteren Ermittlungen noch nicht valide sind und somit Schwankungen unterliegen», so ein Sprecher. Abgestimmte Fallzahlen, auch im Hinblick auf politisch motivierte Kriminalität, würden erst Ende Januar vorliegen.
Bei einem Großteil der Straftaten handle es sich um «Hasspostings», berichtete das LKA. Strafrechtlich fällt das unter Volksverhetzung oder Billigung von Straftaten. «Nur eine vergleichsweise geringe Anzahl waren Gewaltdelikte», sagte der Sprecher. Hierbei handelt es sich um Körperverletzung oder Widerstandsdelikte. «Zu allen Fällen werden Ermittlungen im Rahmen von Strafverfahren geführt. In vielen Fällen dauern die Ermittlungen weiter an.»