Finanzielle Not

Über 2000 Teilnehmer bei Demo gegen «Krankenhaussterben»

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Um auf die sich verschlechternde finanzielle Lage der Krankenhäuser aufmerksam zu machen, haben am Mittwoch zahlreiche Beschäftigte aus ganz Hessen auf dem Römerberg demonstriert. Mehr als 2000 Teilnehmer haben dabei nach übereinstimmenden Angaben von Polizei und Veranstalter unter dem Motto «Alarmstufe Rot - Stoppt das Krankenhaussterben» mehr finanzielle Unterstützung des Bundes gefordert.

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Sie befürchten, dass durch die Inflation und die steigenden Tariflasten immer mehr Krankenhäuser in die Insolvenz getrieben werden. «Krankenhäuser können nicht einfach - wie andere Unternehmen - ihre Preise erhöhen», sagte Steffen Gramminger, Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG). Um die finanziellen Nöte auszugleichen, müssten unvorhergesehene Kosten kompensiert und andere Preisanpassungen wie Tariferhöhungen refinanziert werden.

Die Proteste richteten sich nicht grundsätzlich gegen die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angekündigte Krankenhausreform, sagte Christian Höftberger, Präsident der Hessischen Krankenhausgesellschaft (HKG). «Ja zur Krankenhausreform, nein zum eiskalten Strukturwandel» war etwa auf den zahlreichen Bannern der Teilnehmer zu lesen. Eine Reform sei notwendig, es brauche dafür jedoch einen Dialog zwischen Krankenhäusern und Politik. Die Demonstration war Teil bundesweiter Proteste.