350 Teilnehmer bei Demonstration in Heppenheim
Massive Kritik an der Ampelregierung stand am Montag im Zentrum einer Demonstration in Heppenheim, die von einem Fürther Bürger angemeldet worden war. Hauptredner war der AfD-Politiker Norbert Taufertshöfer.
Am Tag der deutschlandweiten Bauernproteste hatte auch ein Bürger aus Fürth eine Kundgebung in Heppenheim angemeldet. Am Montagabend gegen 17.30 Uhr fanden sich rund 350 Demonstranten - so Angaben der Polizei - zunächst am Graben ein. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie: „Ohne Haarp und Chemtrails keine Klimakrise“, „Stopp der unkontrollierten Zuwanderung“, „Wie lange willst du noch meckern? Werde aktiv“, „Politikversagen - Der Bürger zahlt“, „Ampel hau ab!“ oder "Ohne EZB keine Inflation!" Relativ wenige hatten die Kritikpunkte der Landwirte zum Thema wie etwa „Niemand soll es vergessen, Bauern sorgen für das Essen.“
Rede von Norbert Taufertshöfer
Hauptredner war Norbert Taufertshöfer, 2023 Landratskandidat der AfD. Er wehrte sich gegen „Versuche, die AfD zu kriminalisieren“, kritisierte das „Riesen Drama“, das gemacht worden sei um die Blockade der Fähre mit Minister Robert Habeck an Bord. Klimakleber dürften nach Belieben agieren, so seine These. Die Deutschen hätten den Ruf, nicht sehr demonstrierfreudig zu sein, doch „in den letzten Tagen haben wir die Regierenden dieses Landes eines Besseren belehrt“, so der AfD-Redner. Man müsse jetzt „nicht mehr neidisch auf andere Länder“ wie etwa Frankreich blicken. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die AfD in der Lage sei, „das Ruder herumzureißen“.
Keine Landwirtschafts-Demo
Unter denen, die zum Graben gekommen waren, waren auch einige, die zunächst gedacht hatten, dass auch das eine Demonstration der Landwirte sei. „Ich habe das nicht geahnt, dass hier die AfD das Regiment führt“, so ein Mann, der das Geschehen kopfschüttelnd verfolgte. Zwei Gegendemonstranten hielt ein „FCK AfD“-Banner hoch. Warum sie das taten? „Die Bauern können demonstrieren, aber dieser Protest sollte parteilos sein“, so einer der beiden.
Lieder gegen die Ampel
Demonstranten skandierten immer wieder: „Die Ampel muss weg.“ Es wurden Lieder gesungen mit Texten wie "Keiner mag die Ampel". Nach den Ansprachen zog die Kolonne mit Fahrzeugen, darunter auch einige wenige Traktoren, laut hupend, trommelnd und pfeifend über Graben, Gräffstraße und B3 durch die Innenstadt, um dann wieder am Graben zu enden.
Hinweis: Dieser Text wurde am Dienstag, 9. Januar, korrigiert. In der ersten Version hatte gestanden, dass es sich um eine "AfD-Demo" gehandelt habe. Das ist falsch. Anmelder war ein Bürger aus Fürth.