Anwohnerin nach Explosionen: «Das war wie im Krieg»
Eine Serie? Binnen nur weniger Minuten kommt es zu zwei Explosionen in Hessens größter Stadt. Sie schrecken viele Anwohner auf. «Das ging durch den ganzen Körper durch», berichtet eine Frau.
Frankfurt/Main (dpa) - Die beiden erneuten Explosionen in Frankfurt am frühen Morgen haben bei zuvor schlafenden Anwohnern teils außerordentliche Bestürzung verursacht. «Der Knall war extrem laut. Das war wie im Krieg», sagte eine Anwohnerin der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe so was noch nie gehört. Das ging durch den ganzen Körper durch», fügte sie hinzu. Dabei wohne sie nicht einmal direkt neben dem Tatort in der Berger Straße im Stadtteil Nordend, sondern nahe um die Ecke in einer Seitenstraße.
Eine zweite Anwohnerin einer anderen Seitenstraße der Berger Straße sagte, sie habe unmittelbar nach der Explosion mit ihrem Freund einen Mann in einem Hoodie gesehen, der sich in der Hecke eines Hofes versteckt habe. Ihr Freund habe die Polizei angerufen, die den Mann rasch festgesetzt habe. Tatsächlich sprach eine Polizeisprecherin später von der Festnahme einer Person im Bereich der Berger Straße, ohne allerdings zunächst Details zu nennen.
Explosionen im Abstand von nur wenigen Minuten
Beide Explosionen mit Sachschäden hatten sich frühmorgens im Dunklen im Abstand von nur wenigen Minuten ereignet. Erst krachte es auf der Berger Straße und dann auf der Einkaufsstraße Zeil im Frankfurter Zentrum, wie die Polizei mitteilte. Verletzte habe es nach ersten Erkenntnissen nicht gegeben.
In den vergangenen Tagen hatte sich bereits zweimal in Frankfurt und einmal im nahen Offenbach eine Explosion ereignet - ebenfalls ohne Verletzte, aber mit erheblichen Sachschäden.