Folgen des Arbeitsunfalls

Arbeitsunfall in Runkel: Auch Einsatzkräfte belastet

Drei Tote, zwei Schwerverletzte: Nach dem Unglück in einer Lederfabrik stehen auch die Helfer unter psychischem Druck.

Nach ihrem Einsatz müssen sich die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdiensten auf psychische Folgen einstellen. (Archivbild) Foto: Sascha Ditscher/dpa
Nach ihrem Einsatz müssen sich die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdiensten auf psychische Folgen einstellen. (Archivbild)

Runkel (dpa/lhe) - Nach dem Arbeitsunfall mit drei Toten im mittelhessischen Runkel sind auch die Einsatzkräfte mit den psychischen Folgen konfrontiert. «Das war ein trauriger und belastender Einsatz», sagt Kreisbrandmeister René Schultheis vom Landkreis Limburg-Weilburg. 

Wie in solchen Fällen üblich, beobachteten die Führungskräfte die Helfer, die an dem Einsatz beteiligt waren, genau. Wenn jemand Auffälligkeiten zeige oder anders wirke als sonst, werde Kontakt zur Notfallseelsorge hergestellt.

Verletzte weiter in kritischem Zustand

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

Bei dem Unfall kamen drei Menschen ums Leben gekommen, zwei weitere wurden schwer verletzt. Die Verletzten schweben nach Angaben der Polizei weiter in Lebensgefahr.

Bei dem Arbeitsunfall am Donnerstag in der Lederfabrik in Runkel gingen die Behörden nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass es in einer Grube zu einer tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung gekommen war. Die Ermittlungen dauern an. Am Freitagabend wurde in einem Trauergottesdienst für die Toten und Verletzten gebetet.