Bad Hersfelder Festspiele ziehen knapp 86.000 Besucher an
Das Theaterfestival verzeichnet weniger Zuschauerinnen und Zuschauer als im Vorjahr, doch die Auslastung steigt. Warum Vergleiche schwierig sind.
Bad Hersfeld (dpa/lhe) - Knapp 86.000 Zuschauerinnen und Zuschauer haben die Bad Hersfelder Festspiele in diesem Jahr besucht. Damit blieb die Besucherzahl deutlich unter der des Vorjahres mit rund 101.700. Allerdings war die Spielzeit in dieser Saison wegen des Hessentags, der im Juni in Fulda stattfand, verkürzt worden. Zudem wurden weniger Produktionen aufgeführt. Intendantin Elke Hesse hatte bereits im Vorfeld erklärt, dass ein Vergleich mit dem Vorjahr deshalb nicht möglich sei.
Die Gesamtauslastung bei den Aufführungen in der Stiftsruine und im Schloss Eichhof lag nach Angaben der Festspielleitung bei 88,2 Prozent nach rund 85 Prozent im Vorjahr. Das Theaterfestival, das zu den bekanntesten Deutschlands zählt, feierte in diesem Jahr sein 75. Jubiläum.
Mit dem Großen Hersfeldpreis 2026 wurde Thieß Brammer für die Titelrolle in «Parzival» nach Wolfram von Eschenbach in der Inszenierung von Michael Schachermaier ausgezeichnet. Der Hersfeldpreis 2026 wurde an Uriel Jung für seine «beeindruckende Wandlungsfähigkeit» in den unterschiedlichsten Rollen in «Parzival» und als Tommy im Familienstück «Pippi Langstrumpf» verliehen, wie die Festspiele mitteilten. Der Zuschauerpreis geht in diesem Jahr an den Schauspieler Riccardo Greco für seine Rolle als Shakespeare im Musical «Something Rotten!».