Freibadsaison

Beheizte Becken gefragt: Freibäder trotzen kühlem Start

Hessens Freibäder bleiben zum Saisonstart bislang eher leer - es fehlen sommerlich hohe Temperaturen. Doch Hartgesottene gibt es überall.

Die Besucherzahlen in Hessens Freibädern sind ähnlich wie im vergangenen Jahr. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa
Die Besucherzahlen in Hessens Freibädern sind ähnlich wie im vergangenen Jahr. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) -  Die Freibadsaison ist gestartet - doch mangels sommerlicher Temperaturen ist es in den Bädern noch recht leer. Das ergab eine stichprobenartige Umfrage in Hessens größeren Städten. Damit unterscheidet sich die Situation kaum von der vor einem Jahr.

Freibadsaison begann Mitte April

Bereits Mitte April öffneten die ersten Freibäder im Land. Ein Sprecher der städtischen Werke in Kassel sagte: «Der Auftakt war sehr gut und alle waren zufrieden und glücklich.» Aber Besucheranstürme seien selbst bei bestem Maiwetter nicht zu erwarten. «Dazu muss es sehr heiß sein», sagte der Sprecher.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Auch in Gießen und Frankfurt habe es wetterbedingt keinen Besucheransturm gegeben, erklärten die Sprecher der Stadtwerke Gießen und der Frankfurter Bäder. 

Die Besucherzahlen ähneln sich im Vergleich zum vergangenen Frühjahr: Das Gießener Freibad Ringallee zählte seit Saisonbeginn am 4. Mai rund 900 Besucher. Das seien etwas weniger als im Vergleichzeitraum des Vorjahres, erklärte der Sprecher. In Kassel sind die Zahlen den Angaben zufolge vergleichbar mit dem Vorjahres-Zeitraum. 

Beheizte Becken locken Gäste

Doch die Außentemperaturen müssen Schwimmer nicht vom Freibadaufenthalt abhalten: Sowohl in Wiesbaden als auch in Frankfurt, Kassel und Gießen gibt es beheizte Becken. Wie der städtische Bäderbetrieb mattiaqua aus Wiesbaden mitteilte, seien vor allem bei kühlen Bedingungen die beheizten Bereiche deutlich stärker frequentiert. 

Auch in Gießen und Kassel seien Becken beheizt, teilten die jeweiligen Sprecher mit. Frankfurt verweist auf die Bäder Hausen, Silo und Nieder-Eschbach. Weitere Aktionen, um Besucher trotz des kühlen Wetters in die Freibäder zu locken, gibt es nicht. 

«Hardcore-Gäste» gibt es überall

Ob die Sonne nun scheint oder nicht: Festentschlossene Badegäste gibt es überall. «Ich denke, alle Bäder, egal wo, haben ihre Hardcore-Gäste. Wir auch. Es gibt Besucher, die kommen, auch wenn es schneit», schrieb der Sprecher der städtischen Werke in Kassel. Das bestätigten auch die anderen Betreiber. «Insgesamt handelt es sich dabei aber nur um eine kleine Gruppe, da die meisten Besucher ihr Kommen stark vom Wetter abhängig machen», ergänzte der Sprecher des städtischen Bäderbetriebs in Wiesbaden.