Festival

«Spüre die Liebe»: 60.000 Menschen feiern beim «Southside»

Raus aus dem Alltag, rein ins Partyvergnügen: Drei Tage lang lud das «Southside»-Festival zum Feiern ein. Rund 60.000 Menschen folgten dem Ruf. Enttäuscht wurden sie nicht.

Zahlreiche Besucher verfolgen den Auftritt des deutschen Sängers Peter Fox auf dem Southside Festival 2023. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Zahlreiche Besucher verfolgen den Auftritt des deutschen Sängers Peter Fox auf dem Southside Festival 2023.

Neuhausen ob Eck (dpa/lsw) - Peter Fox spürt die Liebe, Clueso findet es «saugeil» und Nina Chuba wundert sich über verzierte Schwimmnudeln: Rund 60.000 Menschen haben am Wochenende beim «Southside»-Festival in Neuhausen ob Eck gefeiert. Zum Abschluss des Open-Airs am Sonntag haben die Veranstalter eine positive Bilanz gezogen. Alles sei wie geplant gelaufen, sagte Festivalsprecher Benjamin Hetzer. «Alles im grünen Bereich», bilanzierte auch die Bürgermeisterin der kleinen Gemeinde im Landkreis Tuttlingen, Marina Jung. Auch die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf.

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Drei Tage lang haben Dutzende Acts das «Southside»-Festival gerockt. Rund 80 nationale und internationale Bands und Künstler hatte sich auf dem ehemaligen Militärflugplatz angekündigt. Sie spielten auch auf dem gleichzeitig stattfindendem Schwesterfestival «Hurricane» im niedersächsischen Scheeßel.

Den Anfang auf dem «Southside» machte unter anderen Chartstürmerin Nina Chuba mit Hits wie «Wildberry Lillet» und «Ich hass dich». «Hier sind irgendwie übermäßig viele Schwimmnudeln am Start», hatte die deutsche Rapperin auf der Bühne erklärt und in die Menge gefragt: «Ist das so ein Ding hier?» Das gefalle ihr gut.

Auch Musiker Clueso hatte am Freitag auf der Bühne mit seiner Band abgeliefert und den Fans eingeheizt. «Einfach saugeil», hatte der 43-Jährige bei seinem Auftritt gerufen. Mit Hits wie «Chicago» und «Zusammen» brachte er die Menschenmassen zum Mitfeiern.

Weitere Healdiner auf dem Festival waren Die Ärzte, Placebo und Peter Fox, der am Samstagabend begeistert hatte. «Wir spüren die Liebe», hatte er im Pyjama-Look von der Bühne gerufen. Für seine Show hatte er Dutzende Tänzerinnen und Tänzer auftreten lassen. Das Finale am Sonntagabend war für die britische Rockband Muse reserviert.

Partys gab es auch jenseits der Bühnen und des Festival-Geländes auf den Campingplätzen. Zu größeren Delikten sei es nicht gekommen, sagte ein Polizeisprecher. «Alles ist im Rahmen geblieben.» Zu den angezeigten Straftaten gehörten etwa Betrug mit gefälschten Tickets, Körperverletzung, aufgeschlitzte Zelte, Diebstahl und auch drei Sexualdelikte. Doch in allen Fällen sei der Täter ermittelt worden. Ein abschließende Bilanz soll am Montag folgen.

Die Stimmung getrübt hat ein tödlicher Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 14, bei dem am Sonntag eine junge Frau ums Leben gekommen ist. Laut Polizei war die 26-Jährige mit ihrem Wagen in der Nähe von Emmingen-Liptingen - etwa zehn Kilometer vom Festival-Gelände entfernt - auf die Gegenfahrplan geraten und mit einem Auto kollidiert. Die vier Insassen waren laut Polizei auf dem Heimweg vom «Southside» und wurden bei dem Unfall zum Teil schwer verletzt.

Ansonsten berichteten die Rettungskräfte von vergleichsweise wenigen Einsätzen. 16 Notfalltransporte und einen Hubschrauber-Transport habe es gegeben, sagte ein Sprecher. Insgesamt sei man deutlich unter den Zahlen der letzten Jahre.