DRK ruft zum Blutspenden auf

Blutreserven in Hessen werden knapp

Die Vorräte reichen nur noch wenige Tage aus. Eine Erkältungswelle und die Herbstferien verschärfen die Lage. Welche Blutgruppen besonders dringend gebraucht werden.

Die Blutreserven des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen sind durch die Erkältungswelle und die Herbstferien deutlich zurückgegangen. (Archivbild) Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Die Blutreserven des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen sind durch die Erkältungswelle und die Herbstferien deutlich zurückgegangen. (Archivbild)

Stuttgart (dpa/lhe) - Die erste Erkältungswelle und die Herbstferien machen dem Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Baden-Württemberg-Hessen zu schaffen. Die Vorräte reichen derzeit für deutlich weniger als drei Tage - nötig wären Bestände für vier bis fünf Tage, wie der Blutspendedienst mitteilte. Aktuell würden Blutspenden dringend benötigt. 

Grippale Infekte und Ferienzeiten führten erfahrungsgemäß dazu, dass weniger Menschen Blut spendeten, hieß es in der Mitteilung. Der Bedarf in den Kliniken bleibe dagegen aber konstant hoch. Blutpräparate würden unter anderem nach Unfällen, bei Operationen und Geburten sowie zur Behandlung schwerer Erkrankungen benötigt, insbesondere bei Krebs.

Konserven sind nicht lange haltbar

«Deshalb appellieren wir an alle gesunden Menschen, jetzt einen Blutspendetermin zu vereinbaren», erklärte eine Sprecherin des Blutspendedienstes. In Deutschland werden den Angaben zufolge täglich rund 15.000 Blutspenden benötigt, in Baden-Württemberg und Hessen sind es etwa 3.000.

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Besonders gefragt seien derzeit die Blutgruppen 0 negativ, 0 positiv, A negativ und B negativ sowie AB negativ. Blutpräparate könnten nicht künstlich hergestellt werden und seien nur begrenzt haltbar. Blutplättchen, sogenannte Thrombozyten, die unter anderem bei Krebstherapien eingesetzt werden, hielten sich nur vier Tage.