Theaterstücke und Musicals

Brüder-Grimm-Festspiele verpassen wegen Hitzewelle Rekord

Mit mehr als 91.000 Besucherinnen und Besuchern und einem besonders gefragten «Schneewittchen» gehen die Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau zu Ende. Die hitzebedingten Ausfälle Ende Juni hatten Folgen.

Zum 42. Mal fanden die Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau statt. (Symbolbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Zum 42. Mal fanden die Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau statt. (Symbolbild)

Hanau (dpa) - Trotz hitzebedingter Ausfälle ist zum Abschluss der Brüder Grimm Festspiele in Hanau eine positive Bilanz gezogen worden. Rund 91.000 Besucherinnen und Besucher haben in diesem Jahr die Vorstellungen im Amphitheater besucht, damit haben die Festspiele an den großen Erfolg der vergangenen Jahre anknüpfen können, wie die Stadt mitteilte.

Die größte Herausforderung der diesjährigen Spielzeit sei die außergewöhnliche Hitzewelle Ende Juni gewesen. «Aufgrund der extrem hohen Temperaturen hatten die Verantwortlichen insgesamt acht Vorstellungen abgesagt», hieß es.

Ohne die witterungsbedingten Absagen hätten laut den Angaben rund 2.000 weitere Besucherinnen und Besucher die Vorstellungen besucht. Damit wäre der Besucherrekord (92.000 Gäste) des Jahres 2025 übertroffen worden. 

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Impressum

Hanau ist die Geburtsstadt der Brüder Grimm - Jacob Grimm (1785-1863) und Wilhelm Grimm (1786-1859) -, zwei deutsche Sprachwissenschaftler, Volkskundler und berühmte Märchensammler. 

Hanaus OB: Entscheidung, Vorstellungen abzusagen, war richtig

«Unsere Brüder Grimm Festspiele sind weit mehr als ein kulturelles Aushängeschild unserer Stadt. Sie stehen für Qualität, Leidenschaft und Verantwortung. Die Entscheidung, bei extremer Hitze Vorstellungen abzusagen, war richtig», erklärte Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD).

«Theater entsteht durch Menschen, auf und hinter der Bühne. Ihre Gesundheit und die Sicherheit unseres Publikums sind nicht verhandelbar», sagte Festspiel-Intendant Frank-Lorenz Engel. Dass trotz der außergewöhnlichen Umstände so viele Menschen gekommen seien, sei ein überwältigendes Zeichen der Verbundenheit

Die diesjährigen Festspiele gingen vom 8. Mai bis 31. Juli. Geboten wurde neben märchenhaften Theaterstücken und Musicals auch ein buntes Rahmenprogramm aus Lesungen, Vorträgen, Workshops und Einblicken hinter die Theaterkulissen. Laut der Veranstalter erwies sich besonders der Märchenklassiker «Schneewittchen» mit mehr als 30.500 Besucherinnen und Besuchern «als Publikumsmagnet der Saison».