Cessna-Absturz in Namibia: Ermittlungen könnten lange dauern
Was zum Absturz des Flugzeugs einer deutschen Urlauberfamilie in Namibia führte, ist weiter unbekannt. Die Behörden dämpfen die Erwartungen - die Untersuchung kann lange dauern.
Windhuk (dpa) - Auf der Suche nach der Ursache für einen Flugzeugabsturz mit drei toten deutschen Urlaubern dämpfen die namibischen Behörden die Erwartungen auf ein rasches Ergebnis. Es könne noch nicht gesagt werden, wann die am Montag eingeleitete Untersuchung abgeschlossen sei, sagte Philippine Lundama, der Direktor der Behörde für die Untersuchung von Flugunfällen.
Bei dem Unglück waren der Pilot und eine dreiköpfige Unternehmer-Familie aus dem baden-württembergischen Bad Rappenau ums Leben gekommen. Das Paar hatte in der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, über Jahrzehnte verantwortungsvolle Positionen inne und war eng mit Inhaber Dieter Schwarz verbunden. Auch der Sohn des Paares wurde bei dem Absturz getötet.
Trümmerteile in der Wüste gefunden
Sollte die namibische Behörde innerhalb von zwölf Monaten keine Ergebnisse der Untersuchung erhalten haben, werde ein Zwischenbericht veröffentlicht, sagte Direktor Lundama. Zunächst solle festgestellt werden, ob die Cessna 210 einen Flugschreiber an Bord hatte und ob dieser gefunden wurde.
Ersten Informationen zufolge hatte das Flugzeug, das am Sonntag von der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet war, keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Der Kleinflieger sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, erreichte aber nie sein Ziel. Die Trümmerteile hatte ein Suchflugzeug am Montag etwa zwei Kilometer von der Ortschaft Hammerstein in der Region Hardap gefunden.
Sossusvlei ist eines der bekanntesten Touristenziele in dem südwestafrikanischen Land, berühmt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt gehören.