Hochschulen

Datenleck nach Cyberangriff auf hessische Hochschule

Nach einem Cyberangriff auf Anwendungen der HöMS müssen Studierende und Beschäftigte der ehemaligen Hochschule für Polizei und Verwaltung einen Missbrauch ihrer personenbezogenen Daten befürchten.

Eine Wissenschaftlerin eines Landeskriminalamts arbeitet an Computerbildschirmen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild
Eine Wissenschaftlerin eines Landeskriminalamts arbeitet an Computerbildschirmen.

Wiesbaden (dpa/lhe) - An der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit (HöMS) soll es im Februar einen Cyberangriff auf verschiedene Anwendungen des alten, von der ehemaligen Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung (HfPV) übernommenen Netzes gegeben haben. Wie die Hochschule am Donnerstag mitteilte, kam es dabei neuen Ermittlungserkenntnissen zufolge wahrscheinlich zu einem Datenabfluss, auch von personenbezogenen Daten. Von Studierenden der Fachbereiche Verwaltung und Polizei und Beschäftigten, Lehrbeauftragten und Geschäftspartnern der ehemaligen HfPV könnten demnach Namen, Wohnanschrift, E-Mail-Adressen, Bilder, Telefonnummern und Fahrzeug-Kennzeichen entwendet worden sein. Auch Steuernummern, Bankverbindungen und Gesundheitsdaten - beispielsweise Krankmeldungen und Impfdaten - könnten betroffen sein.

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Bei ihrer Neugründung 2022 hatte die Hochschule verschiedene Anwendung der HfPV übergangsweise weiter betrieben. Nach Angaben der HöMS wurden diese nach dem Cyberangriff abgeschaltet und vom Internet getrennt, der Hochschulbetrieb wurde dadurch nicht gefährdet.

Für Betroffene hat die Hochschule ein Servicepostfach und eine Hotline eingerichtet. Außerdem wurde Strafanzeige erstattet, die Ermittlungen dauern an.