Verbraucher

Deutsche Bank steuert um: Bezahlkarten aus Recycling-Plastik

Das Logo der Deutschen Bank. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild
Das Logo der Deutschen Bank.

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bank will künftig nur noch Bezahlkarten aus wiederverwertetem Kunststoff an ihre Kundinnen und Kunden ausgeben. Von Mitte 2023 an werde die Herstellung von Kredit-, Spar- und Girokarten schrittweise auf recyceltes Material umgestellt, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Donnerstag in Frankfurt mit. Bis Ende 2024 sollen dann 99 Prozent aller neu ausgegebenen Karten der Bank auf Basis von recyceltem PVC produziert werden.

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Die Bank werde alle Karten der etwa 19 Millionen Kundinnen und Kunden in Deutschland von Deutscher Bank, Postbank und Norisbank entsprechend ersetzen. «Der Austausch findet im regulären Tagesgeschäft statt, also bei Ablauf der Karte beziehungsweise bei Ausstellung einer Ersatzkarte. Die Kunden müssen selbst nicht aktiv werden», hieß es von der Deutschen Bank.

Auch andere Finanzdienstleister experimentieren teils schon länger mit Alternativen zu Bezahlkarten aus Plastik. So gibt es zum Beispiel beim Hamburger Fintech Tomorrow eine Debitkarte aus Holz und die alternative GLS Bank hat die nach Angaben der Bank «weltweit erste Holzbankkarte ganz ohne Plastikkern» im Angebot.

Nach Schätzungen des Kartenproduzenten Giesecke + Devrient, einem der Partner der Deutschen Bank in dem Projekt, wird sich der Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) durch die Herstellung von Karten aus recyceltem Plastik im Vergleich zum üblichen Verfahren um rund 65 Prozent verringern.