Tag der Frauengesundheit

Diakonie: Mehrfachbelastung schadet Gesundheit von Frauen

Wer privat und beruflich unter Druck steht, wird eher krank. Nach Warnungen aus der Wohlfahrtspflege sind besonders Frauen gefährdet. Was die Diakonie zum Tag der Frauengesundheit fordert.

Experten fordern einen besonderen Blick auf die Gesundheit von Frauen. (Symbolbild) Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Experten fordern einen besonderen Blick auf die Gesundheit von Frauen. (Symbolbild)

Frankfurt (dpa/lhe) - Der Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche in Hessen warnt vor Gesundheitsrisiken speziell für Frauen mit Mehrfachbelastungen im Privaten und im Beruf. «Frauen leisten jeden Tag aufs Neue Großartiges: Sie gehen arbeiten und erledigen nach wie vor einen größeren Anteil an Haushalts- und Sorgearbeit für ihre Familien und Angehörigen», erklärte der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Carsten Tag, zum Tag der Frauengesundheit (28. Mai). Diese Mehrfachbelastung beeinträchtige die Gesundheit von Frauen.

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«Alleinerziehende stehen dabei unter einem besonderen Druck, da sie alles allein zu managen haben», ergänzte Tag. «Unsere Gesellschaft vermag es nicht, ausreichend Strukturen und Angebote zu schaffen, welche die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit leichter machen und die unbezahlt geleistete Sorgearbeit entsprechend auch finanziell würdigt.» Zugleich sei die Wirtschaft in Zeiten des Fachkräftemangels dringend auf die Arbeitskraft von Frauen angewiesen.

Tag forderte für Frauen ein «gestärktes und ausgebautes Angebot im Bereich der Prävention, Gesundheitsversorgung und Rehabilitation sowie der Betreuung und Pflege von Kindern und Angehörigen». Wichtig seien zudem eine faire Bezahlung und auskömmliche Renten für Frauen, die Sorgearbeit leisten und geleistet haben.