Dobrindt geht von Brandanschlag in Reutlingen aus
Zehntausende Menschen sind in Reutlingen ohne Strom, nachdem es in einem Umspannwerk brannte. Der Bundesinnenminister vermutet einen Vorsatz.
Berlin (dpa) - Ursache für den Stromausfall in der Region Reutlingen ist nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums vermutlich ein Brandanschlag gewesen. «Wir gehen davon aus, dass es sich hier aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Brandanschlag handelt», sagte Innenminister Alexander Dobrindt im ZDF. Notwendige Spuren seien ermittelt worden. «Jetzt geht es darum, dass man in alle Richtungen weiter ermittelt, um die Grundlage dieses Brandanschlags und die Täter entsprechend auch zu ermitteln», betonte der CSU-Politiker.
Nach dem nächtlichen Brand in einem Umspannwerk war es in Reutlingen zu einem großflächigen Stromausfall gekommen. Betroffen waren Zehntausende Menschen, Supermärkte, Unternehmen und auch ein Klinikum. «Es gibt Anzeichen, dass ein Brandbeschleuniger benutzt wurde», sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes in Stuttgart. Nach Auskunft von Innenminister Manuel Hagel (CDU) haben Staatsschutz und Antiterrorzentrum beim Landeskriminalamt in Stuttgart die Ermittlungen übernommen. Hagel betonte aber auch, es werde «ergebnisoffen» ermittelt.