Sportpolitik

DOSB-Präsident: «Sport und Politik sind nicht zu trennen»

Der Deutsche Olympische Sportbund will mehr Haltung gegen Rechtsextremismus zeigen. Deshalb hält Präsident Thomas Weikert eine Trennung von Sport und Politik für nicht mehr angemessen.

Thomas Weikert, wieder gewählter Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), beantwortet im Kurhaus, nach der Mitgliederversammlung des DOSB, Fragen von Journalisten. Foto: Uli Deck/dpa
Thomas Weikert, wieder gewählter Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), beantwortet im Kurhaus, nach der Mitgliederversammlung des DOSB, Fragen von Journalisten.

Frankfurt/Main (dpa) - DOSB-Präsident Thomas Weikert hält es angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland für notwendig, dass der organisierte Sport eine klare Postionen gegen Rechtsextremismus bezieht. «Sport und Politik zu trennen, das ist von gestern», sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes am Samstag beim DOSB-Neujahrsempfang in Frankfurt. «Wir Sportler müssen jetzt Haltung zeigen. Der Sport steht in einer demokratischen Gesellschaft für Vielfalt und nicht für irgendeine Form der Ausgrenzung.»

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Die Dachorganisation des Sports hatte ihre mehr als 27 Millionen Mitglieder in rund 86 000 Sportvereinen aufgerufen, sich an den Demonstrationen gegen Ausgrenzung und Rechtsextremismus zu beteiligen. «Wir im Sport wollen etwas anderes, wir wollen Gemeinschaft und nicht einen Teil der Gesellschaft ausgrenzen», sagte Weikert. Dies sei vielleicht bisher nicht vollständig gelungen, «aber wir sind auf einem ganz guten Weg».