Eintracht-Juwel Niko Ilicevic gegen Hamburg vor Debüt
Bei Eintracht Frankfurt feiert Teenie Niko Ilicevic am Tag vor dem Spiel gegen Hamburg seinen 16. Geburtstag. Das beste Geschenk ist ein Platz im Kader.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Geburtstagsparty muss Niko Ilicevic verschieben, denn das Ausnahmetalent steht vor seinem Bundesliga-Debüt bei Eintracht Frankfurt. Coach Adi Hütter berief den am Samstag 16 Jahre alt werdenden Teenie in den Kader für die Partie am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) gegen den Hamburger SV. Und die Chancen auf einen Kurzeinsatz sind da. Wenn sich die Situation ergebe, werde er ihn einwechseln», sagte Hütter.
Ein Debüt Ilicevics gegen den HSV wäre für den Schüler aufgrund seiner familiären Bande ein besonderes Bonbon. Denn sein Onkel Ivo spielte einst fünf Jahre für die Hamburger in der Bundesliga. Hütter bescheinigte dem Junior eine tolle Entwicklung in den letzten Monaten, will ihn aber dennoch vorsichtig heranführen. «Es ist meine Pflicht, sehr behutsam und geduldig mit so einem jungen Menschen umzugehen», sagte der Österreicher. Mit 16 Jahren schon einem Profikader anzugehören, sei außergewöhnlich.
Ilicevic kann Geschichte schreiben
Bei einem Einsatz wäre Ilicevic neben dem früheren Dortmunder Youssoufa Moukoko (21) mit 16 Jahren und einem Tag der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte. «Wichtig ist, dass er bei sich bleibt und nicht übereifrig ist. Das geht meist in die Hose», rät Hütter.
Im Vordergrund steht für ihn aber ein Erfolg gegen den HSV. Es wäre im zweiten Aufeinandertreffen innerhalb weniger Tage der zweite Sieg. Der 3:1-Erfolg im Pokal hat zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Besonders die Leistung in der zweiten Halbzeit hat Hütter erfreut. «Ich möchte, dass wir daheim dominant auftreten, trotzdem aber den Respekt für den Gegner haben. Positive Ergebnisse tun aber immer gut», sagte der 56-Jährige.
Personell kann er dabei fast aus dem Vollen schöpfen. Lilian Brassier hat seine Kniebeschwerden überwunden und kehrt in die Innenverteidigung neben Robin Koch zurück. Der zuletzt schwächelnde Nnamdi Collins könnte eine Auszeit bekommen. Ob Jonathan Burkardt gemeinsam mit Younes Ebnoutalib eine Doppelspitze bildet oder wie in Hamburg zuletzt als Einzelkämpfer im Sturm agiert, ließ Hütter offen.
Mit auf der Bank wird auch Ex-Profi Sebastian Rode sitzen, der vor zwei Jahren seine Karriere beendet hatte und aktuell ein Trainee-Programm bei den Hessen absolviert. Nach dem Weggang von Markus Krösche sei eine Lücke entstanden. Timmo Hardung habe viele strategische und organisatorische Dinge zu bewältigen. «Das war auch der Grund, dass wir Sebastian näher an uns heranziehen. Es war mein Wunsch. Wir kennen uns, er war mein Kapitän und er hat einen guten Draht zu den Jungs», erklärte der Coach.