Hochschulen

«Epizentrum der Wissenschaft»: Uni Marburg feiert Jubiläum

Mit rund 300 Veranstaltungen feiert die Uni Marburg ihr 500-jähriges Bestehen und blickt auf die Vergangenheit und Zukunft der Wissenschaft.

Mit rund 300 Veranstaltungen feiert die Marburger Philipps-Universität ihr 500-jähriges Bestehen in den kommenden 15 Monaten. Foto: Christine Schultze/dpa
Mit rund 300 Veranstaltungen feiert die Marburger Philipps-Universität ihr 500-jähriges Bestehen in den kommenden 15 Monaten.

Marburg (dpa/lhe) - Festzug, Ausstellung, digitale Einblicke - die kommenden 15 Monate stehen für die Marburger Philipps-Universität im Zeichen ihres 500-jährigen Jubiläums. Bei rund 300 Veranstaltungen blickt die Universität auf fünf Jahrhunderte Wissenschafts- und Universitätsgeschichte - und richte zugleich ihren Blick in die Zukunft und auf die künftige Rolle der Wissenschaft in einer Welt, die sehr stark im Wandel sei, sagte der Präsident der Universität, Thomas Nauss, in Marburg. «Wir feiern nicht, weil wir fertig sind, wir feiern, weil wir jetzt gerade anfangen.»

Im Jahr 1527 hatte Landgraf Philipp von Hessen die Universität in der mittelhessischen Stadt gegründet. Der Schritt stand in engem Zusammenhang mit der Reformation in Hessen, die 1526 auf der Homberger Synode in Homberg Efze beschlossen worden war. Zum Auftakt der Jubiläumsfeiern werden diese Ereignisse symbolisch miteinander verbunden.

Dafür startet am 13. Oktober im nordhessischen Homberg (Efze) eine Fahrradstaffel mit Studierenden des Collegium Philippinum der Hessischen Stipendiat*innenanstalt. Sie fahren über Treysa nach Marburg, wo sie am 14. Oktober von Menschen aus der Universität empfangen werden.

Immer top informiert mit dem WNOZ-WhatsApp-Kanal!

Breaking News, spannende Hintergründe und Newsletter: Mit unserem WhatsApp-Kanal bleiben Sie stets über Weinheim, den Odenwald und die Metropolregion informiert.

Impressum

«Was von der Geschichte übrigblieb»

In einem Festzug geht es hinauf zum Marburger Landgrafenschloss, wo am Nachmittag eine Party für Studierende und Mitarbeitende der Universität beginnt. Von 15. Oktober an ist in dem Schloss zudem die Ausstellung «500 Jahre Universität Marburg - was von der Geschichte übrigblieb» zu sehen.

Das Jubiläum wird aber mit zahlreichen anderen Veranstaltungen und Projekten begangen und von internationalen Konferenzen und Tagungen begleitet. Marburg werde in den kommenden Monaten zu einem «Epizentrum der Wissenschaft in Europa», sagte Nauss. Neben Mitarbeitenden beteiligten sich auch Studierende rege an der Ausgestaltung des Programmes, ergänzte die Vizepräsidentin der Universität, Evelyn Korn.

«Marburger Wissensräume»

Zu den zentralen Projekten gehören die «Marburger Wissensräume», die die Universität in ihrer Geschichte und Gegenwart virtuell erlebbar machen. Es beschäftigt sich mit Orten, in denen in der Stadt in Vergangenheit und Gegenwart Wissen entstand und entsteht, vermittelt und diskutiert wurde und wird.

Mit dem Smartphone können dabei auch Orte erkundet werden, die heute nicht mehr zugänglich sind. Die technische Plattform für das Projekt unter Leitung von Peter Bell unter Beteiligung von Studierenden stellt das Marburger IT-Unternehmen Inosoft als Partner.