Frauen-Handball-Bundesliga

«Erfolgsgeschichte»: SG Bietigheim wieder Meister

Die Handballerinnen der SG Bietigheim haben den ersten Matchball verwandelt und sind zum vierten Mal deutscher Meister. Für Trainer Markus Gaugisch bedeutet dies einen gelungenen Abschied.

Am Samstag hat Bietigheim vorzeitig den deutschen Meistertitel gewonnen. Foto: Marco Wolf/wolf-sportfoto/dpa/Archivbild
Am Samstag hat Bietigheim vorzeitig den deutschen Meistertitel gewonnen.

Bietigheim-Bissingen (dpa/lsw) - Markus Gaugisch zog es vor, sich nicht in den Vordergrund zu drängen. Die Freude über den vorzeitig gesicherten Meistertitel in der Handball-Bundesliga der Frauen war dem Trainer der SG BBM Bietigheim aber anzusehen. Obwohl noch drei Spieltage ausstehen, ist die SG nicht mehr von der Spitzenposition zu verdrängen. Seit Samstagabend ist die vierte Meisterschaft des Clubs perfekt.

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Für den Coach ist es ein gebührender Abschied. Er wird sich künftig ausschließlich auf seine Aufgabe als Bundestrainer konzentrieren. «Der deutsche Meistertitel ist ein ganz besonderer und diesen feiern wir exakt nach dem 70. nationalen Pflichtspielsieg in Folge», sagte SG-Sportdirektor Gerit Winnen. «Der vierte Stern ziert nun unser Logo, der deutsche Pokal wurde zudem grandios verteidigt. Die Erfolgsgeschichte wird von unserer goldenen SG-Generation weitergeschrieben.»

Den letzten Schritt machte der Spitzenreiter am Samstag mit dem 34:21 gegen die HSG Bensheim/Auerbach. Wie schon im Endspiel des DHB-Pokals war es eine Machtdemonstration der SG gegen das Team von der Bergstraße. Der Grundstein für das Triple wurde bereits im September gelegt, als gegen Oldenburg der Supercup geholt wurde.

In der Vorsaison hatte Bietigheim durch die Erfolge in der Liga, im Pokal, in der European League und im Supercup sogar vier Titel geholt. Diesmal war auf europäischer Ebene frühzeitig Schluss. «Wenn man die gesamte Saison anschaut, haben wir uns gut verkauft», hatte Gaugisch nach dem Aus in der Gruppenphase der Champions League gesagt. «Wir haben zwölf Punkte erreicht, das ist ein gutes Resultat. Wir hatten viele Matchbälle, aber konnten sie nicht nutzen.»

In der Bundesliga nutzte die SG direkt ihren ersten und kann nun mit einer gewissen Lockerheit in den Endspurt gehen. Danach beginnt die Zeit ohne Gaugisch, der große Fußstapfen hinterlässt. Für ihn übernimmt Jakob Vestergaard, der die Erfolgsgeschichte fortsetzen möchte.