Vollbremsung von Linienbus

Ermittlungen gegen mutmaßliche Geschädigte nach Busunfall

Nach der Vollbremsung erkundigte sich der Busfahrer laut eigener Aussage nach Verletzten – niemand meldete sich. Was die Ermittlungen jetzt klären sollen.

Die Verkehrspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Symbolbild) Foto: Friso Gentsch/dpa
Die Verkehrspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Symbolbild)

Bad Friedrichshall (dpa/lsw) -  Nach der Vollbremsung eines Busses bei Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) wird gegen zwei 14- und 21-jährige Fahrgäste ermittelt. Sie seien zwar mutmaßliche Geschädigte des Unfalls, entfernten sich jedoch nach dem Unfall vom Unfallort, wie ein Polizeisprecher sagte. Damit begingen sie laut Polizei Unfallflucht. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Zu dem Vorfall war es Anfang Oktober gekommen. Der Linienbus habe eine Vollbremsung gemacht – einer der beiden sei gegen eine Trennwand geprallt, ein anderer wurde von umherfliegenden Glassplittern verletzt. Sie zeigten ihre Verletzungen erst am Folgetag an. Ob die beiden nun mit ernsthaften Konsequenzen zu rechnen haben, blieb allerdings vorerst unklar.

Ermittlungen auch gegen den Busfahrer

Auch gegen den Busfahrer wird der Polizei zufolge wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Busfahrer seien nach einer Vollbremsung dazu verpflichtet, sich bei ihren Fahrgästen nach deren Unversehrtheit zu vergewissern. Der Busfahrer habe dies laut eigener Aussage auch getan, woraufhin niemand angab, verletzt gewesen zu sein – auch nicht die mutmaßlichen Geschädigten.

Immer top informiert mit dem WNOZ-WhatsApp-Kanal!

Breaking News, spannende Hintergründe und Newsletter: Mit unserem WhatsApp-Kanal bleiben Sie stets über Weinheim, den Odenwald und die Metropolregion informiert.

Impressum