Kriminalität

Erpressungen und Brände: Fünf Festnahmen in Kassel

Polizei und Staatsanwaltschaft haben in Kassel sieben weitere Tatverdächtige in einer Serie von Erpressungen und Brandstiftungen ermittelt. Fünf wurden festgenommen.

Die Polizei bittet Zeugen und mögliche weitere Opfer von Erpressungen um Hinweise. (Symbolbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Die Polizei bittet Zeugen und mögliche weitere Opfer von Erpressungen um Hinweise. (Symbolbild)

Kassel (dpa/lhe) - Nach weiteren Ermittlungen zu mutmaßlichen Erpressungen und Brandstiftungen in Kassel haben Polizei und Staatsanwaltschaft nach eigenen Angaben sieben weitere Tatverdächtige identifiziert. Fünf von ihnen seien festgenommen worden, teilten die Behörden mit. Ein 20 Jahre alter Mann sitze inzwischen in Untersuchungshaft.

Er soll den Angaben zufolge Ende August und Anfang September jeweils einen Brandsatz auf zwei Bistros geworfen haben. Im letzteren Fall wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt. Dabei war eine Glasflasche in Richtung einer Gruppe junger Männer geworfen worden, die sich vor einem Mehrparteienhaus aufhielten. Der Brandsatz soll einen 23-Jährigen aus Kassel nur knapp verfehlt haben und gegen eine E-Ladesäule am dortigen Parkplatz geschlagen sein.

Darüber hinaus ist der 20-Jährige den Ermittlern zufolge inzwischen dringend verdächtig, für eine vorsätzliche Brandstiftung Ende März im Außenbereich eines Restaurants in Kassel verantwortlich zu sein.

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Erste Festnahme bereits Anfang September

Bereits Anfang September hatten Polizei und Staatsanwaltschaft von drei mutmaßlichen Erpressungsfällen gegen Kasseler Geschäftsinhaber berichtet. Ein erster Tatverdächtiger wurde damals in der Kasseler Innenstadt festgenommen. Der 21-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft. 

Die Ermittler nahmen nun zudem unter anderem zwei 19 und 21 Jahre alte Männer fest. Sie stünden im Verdacht, jeweils als Fahrer der Fluchtfahrzeuge der Taten im August und September fungiert zu haben, hieß es. Wie auch im Falle des 21-jährigen Tatverdächtigen seien auch sie nicht die Initiatoren der Erpressungen und Geldforderungen.

Als diese gelten laut Mitteilung nach bisherigem Ermittlungsstand zwei 20 und 22 Jahre alte Männer mit syrischer Staatsangehörigkeit, die sich mutmaßlich im nichteuropäischen Ausland aufhalten. Die beiden Tatverdächtigen hätten Bezüge nach Kassel. Sie sollen auch sogenannte Mittelsmänner beauftragt haben. Zwei dieser mutmaßlichen Vermittler seien zwar festgenommen, aber wieder freigelassen worden.

Ermittler setzen Belohnung aus

Für eine weitere Brandstiftung vom 12. September auf dem Gelände eines Gebrauchtwagenhändlers in Kassel setzte die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 3.000 Euro aus. Bei dem Feuer war laut Mitteilung ein Schaden von rund 40.000 Euro entstanden. 

Die Polizei bittet Zeugen und mögliche weitere Opfer von Erpressungen um Hinweise.