Denkmal

Erste Ausstellung in neuem Ausstellungshaus Mathildenhöhe

Seit Jahren liefen die Bauarbeiten an dem Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe. Jetzt sollen dort nach Abschluss der Modernisierung erstmals Kunstwerke gezeigt werden.

Erste Ausstelung im sanierten Ausstellungshaus der Mathildenhöhe Foto: picture alliance / dpa
Erste Ausstelung im sanierten Ausstellungshaus der Mathildenhöhe

Darmstadt (dpa/lhe) - Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten soll im September im Ausstellungsgebäude des Unesco-Welterbes Mathildenhöhe in Darmstadt die erste Ausstellung eröffnet werden. Es sollen zum Welterbefest vom 20. bis 22. September Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Videokunst aus der Städtischen Kunstsammlung Darmstadt präsentiert werden, teilte die Stadt am Montag mit. 

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«Wir mussten lange geduldig darauf warten, aber jetzt öffnet nach mehr als zehn Jahren Sanierungsarbeiten das Ausstellungsgebäude seine Türen», sagte Oberbürgermeister Hanno Benz (SPD) am Montag. Das Ensemble Mathildenhöhe mit Hochzeitsturm, russischer Kapelle, weiteren Gebäuden, Parkanlage und Skulpturen ist seit 2021 Unesco-Welterbe.

Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe gilt als Schnittpunkt zur Moderne der Architektur - nicht einfach ein Jugendstil-Ensemble, sondern ein Schritt zum Bauhaus. Peter Behrens als einer der ersten Künstler war später Lehrer des Bauhausbegründers Walter Gropius. 

Die Intention zum Bau der Kolonie war im ausgehenden 19. Jahrhundert keineswegs nur kultureller, sondern handfester ökonomischer Natur. Der hessische Großherzog Ernst Ludwig sah mangels Bodenschätzen einen Wirtschaftsaufschwung nur durch mehr Qualität in den Manufakturen gewährleistet und holte Künstler aller Couleur nach Darmstadt.