Bildungsprogramm

Frankfurt wird «Bildungskommune»

Wer sucht, findet oft nicht - das ist laut Stadt auch im Bildungsbereich der Fall. Frankfurt bekommt nun zusätzliche Gelder, um das Gewirr an Bildungsangeboten besser zu strukturieren.

Eine Krähe fliegt vor den Hochhaustürmen der Bankenstadt vorbei. Foto: Arne Dedert/dpa
Eine Krähe fliegt vor den Hochhaustürmen der Bankenstadt vorbei.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Stadt Frankfurt bekommt in den nächsten vier Jahren zusätzliche Gelder für den Aufbau eines Bildungsmanagements. Das Bundesbildungsministerium bewilligte einen Antrag Frankfurts zur Teilnahme am Programm «Bildungskommunen», wie die Stadt am Montag mitteilte. Mit diesem soll ein datenbasiertes Bildungsmanagement aufgestellt und damit Bildungsangebote und -akteure vernetzt und sichtbarer gemacht werden, heißt es in einer Mitteilung. «Denn oft finden sich Menschen im Dschungel der Angebote nicht gut zurecht - was letztendlich dazu führt, dass gute Konzepte nicht bei den Nutzerinnen und Nutzern ankommen.»

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«Mich überzeugt ganz besonders der Ansatz, dass niemand jemals zu alt zum Lernen ist und das Programm Bildungskommunen somit die gesamte Bevölkerung unserer Stadt anspricht», sagte Bildungs- und Baudezernentin Sylvia Weber (SPD). Insgesamt wurde das Programm in 49 kreisfreien Städten und Landkreisen in Deutschland bewilligt, teilte die Stadt mit. Finanziert wird es zu 40 Prozent über den Europäischen Sozialfonds vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (ESF), der allein für die Frankfurter Projektphase knapp eine Million Euro beisteuert, 60 Prozent trägt die Stadt Frankfurt. Frankfurt konnte laut Weber selbstständig thematische Schwerpunkte setzen: Vor dem Hintergrund der individuellen Herausforderungen in der Stadt wolle man sich mit besonderem Augenmerk auf Bildung für nachhaltige Entwicklung konzentrieren.